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Schöne poetische und lyrische Texte, wirkungsvolle und kurze Gedichte verschiedener Autoren und Autorinnen aus unterschiedlichen Epochen und Kulturen. Sie erhalten hier Gedichte, Balladen, dramatische Poesie und Texte aus Poesiealben.

Süsser Verzicht

Ich saß einmal ganz in mein Schaun versunken
Dir gegenüber selig vollgeronnen,
Als blickte ich in fernen Wunderbronnen,
Daraus mir widerglänzten lichte Funken.

Nie konnt ich auf gemeißelte Madonnen,
Nie auf gemalte meine Blicke tunken
So wie auf dich, von letzter Schönheit trunken,
Als hätt ich neu das Paradies gewonnen.

Da mußtest du das ziere Antlitz neigen
In süßer Wehmut, Liebe zu entbehren,
Die aufgekommen war im ersten Schweigen,

Und lächeltest so mild in deinen schweren
Goldflechten, und da fühlt ich Liebe steigen,
Zu rein, vor diesem Bild Glück zu begehren.

(Emanuel von Bodman, 1874-1946, deutscher Dichter, Schriftsteller)

Die Zeit

Behutsam lege ich
mein Ohr an die Zeit
und höre die Zeit
leise weinen

Ja - es sind
schlimme Zeiten

(© Gerhard Rombach)

Gedichte mit freundlicher Genehmigung hier veröffentlicht.

Ballast abwerfen

Dieser Apfelbirnengeruch bringt einem noch um den Verstand. Prall und satt fallen sie vom Baum und duften um die Wette. Ballast abwerfen, sattes, pralles und gereiftes Leben. Bereit fürs Ernten und Verarbeiten.

Ämter abgeben und Aufgaben, sich von Altlasten befreien, loslassen, was ausgereift ist und nicht mehr glücklich macht, um dann mit der Leichtigkeit eines Blattes im Wind neuen Ufern entgegen zu gehen.

Zeit zu reflektieren, denn das Leben war gross.
Was brauche ich noch, was lass' ich los?

(© Jo M. Wysser)

Untentschlossen

Kerzenglanz und weiße Lilien
machen meine Tafel hell.
Perlt der Wein in den Kristallen,
kreisen meine Augen schnell.

Meine schönen Mädchen schälen
Obst mit schlanker, weißer Hand.
Ihre jungen Augen leuchten;
jeder sei ein Blick gesandt.

Möcht dem Sommervogel gleichen,
der um alle Blüten spielt,
möchte gar zu gerne wissen,
woher Amor Pfeile zielt.

(Alfred Walter Heymel, 1878-1914, deutscher Schriftsteller)

Du möchtest mich kaputt sehen

Du kannst mich mit deiner Wut erschiessen,
du kannst mich mit deiner Ignoranz belächeln,
mich mit deiner Respektlosigkeit beleidigen,
trotzdem werde ich aufstehen und gehen.
Du wolltest mich klein sehen,
möchtest mich kaputt sehen,
doch ich werde aufstehen und gehen.
Der Wind wird wehen und die Blumen
werden den Blues tanzen.
Du möchtest mich kaputt sehen,
doch ich werde aufstehen und gehen.

(© Monika Minder)



Inmitten

In mitten Weh und Angst, in solchen schweren Zügen,
Dergleichen nie gehört in einer solchen Zeit,
Da Treu und Glauben stirbt, da Zwietracht, Grimm und Neidt
Voll blutiger Begier gehäufft zu Felde liegen,
Da unverfänglich ist, Gericht und Recht zu biegen,
Da Laster Tugend sind, wie bin ich doch so weit
In Thorheit eingesenckt? Der Liebsten Freundligkeit,
Ihr blüendes Gesicht, ihr angenehmes Kriegen,
Ihr Wesen, Thun und Art, das ist es, was ich mir
Bloß eingebildet hab' und rühme für und für.
Diß Leid, diß Jammer sehn und dennoch nichts als lieben?
Die klüger sind als ich schleust man in Clausen ein.
Ihr Mussen, last mich gehn; es muß doch endlich seyn
Was anders oder ja gar nichts nicht mehr geschrieben.

(Martin Opitz, 1597-1639, deutscher Dichter, bedeutender Theoretiker des Barock)

Reiselied

Wasser stürzt, uns zu verschlingen,
Rollt der Fels, uns zu erschlagen,
Kommen schon auf starken Schwingen
Vögel her, uns fortzutragen.

Aber unten liegt ein Land,
Früchte spiegelnd ohne Ende
In den alterslosen Seen.

Marmorstirn und Brunnenrand
Steigt aus blumigem Gelände,
Und die leichten Winde wehn.

(Hugo von Hofmannsthal,1874-1929, österr. Dramatiker und Schriftsteller)



Lied des Narren

Ach Geliebte, wohin irrst du?
Bleib bei mir, denn mich verwirrst du.
Der ich laut singe und leis.
Reis nicht weiter, sei so nett,
Reisen enden stets im Bett,
Wie der Jedermann gut weiß.

Was ist Liebe? Nichts für morgen.
Wer heut lacht, braucht sich nicht sorgen.
Was mal wird, geht schnell vorbei.
Warten, das ist ungesund
Küß mich, Liebste, auf den Mund –
Jugend, ach, good bye, good bye.

(William Shakespeare, 1564-1616, englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter)

Momentaufnahmen

Akkorde haben sich aufgetan –
Der Glanz der Welt steigt in die Sterne auf . . .!
Vom Berg hat sich ein Lied gelöst –
Tief unten steht lauschend im Kahn
Die Liebe –, und fängt es auf . . . – –

(Elsa Asenijeff, 1867-1941, österreichische Schrifstellerin)

Morgenandacht

Sehnsucht hat mich früh geweckt;
wo die alten Eichen rauschen,
hier am Waldrand hingestreckt,
will ich dich, Natur, belauschen.

Jeder Halm steht wie erwacht;
grüner scheint das Feld zu leben,
wenn im kühlen Tau der Nacht
warm die ersten Strahlen beben.

Wie die Fülle mich beengt!
so viel Grosses! so viel Kleines!
wie es sich zusammendrängt
in ein übermachtig Eines!

Wie der Wind im Hafen surrt,
tief im Gras die Grillen klingen,
hoch im Holz die Taube gurrt,
wie die Blätter schauernd schwingen,

wie die Bienen taumelnd sammeln
und die Käfer lautlos schlüpfen -
O Natur! was soll mein Stammeln,
seh ich alldas dich verknüpfen:

wie es mir ins Innre dringt,
all das Grosse, all das Kleine;
wie's mit mir zusammenklingt
in das übermächtig Eine!

(Richard Dehmel, 1863-1929, deutscher Dichter und Schriftsteller)



Der Nachtwind

Der Nachtwind hat in den Bäumen
Sein Rauschen eingestellt,
Die Vögel sitzen und träumen
Am Aste traut gesellt.

Die ferne schmächtige Quelle,
Weil alles andre ruht,
Lässt hörbar nun Welle auf Welle
Hinflüstern ihre Flut.

Und wenn die Nähe verklungen,
Dann kommen an die Reih
Die leisen Erinnerungen,
Und weinen fern vorbei.

Dass alles vorübersterbe,
Ist alt und allbekannt;
Doch diese Wehmut, die herbe,
Hat niemand noch gebannt.

(Nikolaus Lenau, 1802-1850, österreichischer Schriftsteller)

Einerlei

Ihr Mund ist stets derselbe,
Sein Kuss mir immer neu,
Ihr Auge noch dasselbe,
Sein freier Blick mir treu;

Oh du liebes Einerlei,
Wie wird aus dir so mancherlei!

(Achim von Arnim, 1781-1831, deutscher Schriftsteller)

Mir ist zu licht zum Schlafen

Mir ist zu licht zum Schlafen
Der Tag bricht in die Nacht,
Die Seele ruht im Hafen,
Ich bin so froh erwacht.

Ich hauchte meine Seele
Im ersten Kusse aus,
Was ist's dass ich mich quäle
Ob sie auch fand ein Haus.

Sie hat es wohl gefunden
Auf ihren Lippen schön,
O welche sel'ge Stunden,
Wie ist mir so geschehn!

Was soll ich nun noch sehen?
Ach, alles ist in ihr,
Was fühlen, was erfliehen?
Es ward ja alles mir.

Ich habe was zu sinnen,
Ich hab', was mich beglückt:
In allen meinen Sinnen
Bin ich von ihr entzückt.

(Achim von Arnim, 1781-1831, deutscher Schriftsteller)

Leise Lieder

Leise Lieder sing ich dir bei Nacht,
Lieder, die kein sterblich Ohr vernimmt,
noch ein Stern, der etwa spähend wacht,
noch der Mond, der still im Äther schwimmt;

denen niemand als das eigne Herz,
das sie träumt, in tiefer Wehmut lauscht,
und an denen niemand als der Schmerz,
der sie zeugt, sich kummervoll berauscht.

Leise Lieder sing ich dir bei Nacht,
dir, in deren Aug mein Sinn versank,
und aus dessen tiefem, dunklen Schacht
meine Seele ewige Sehnsucht trank.

(Christian Morgenstern, 1871-1914, deutscher Dichter, Schriftsteller)

Einst werden Sonn' und Sterne kalt

Einst werden Sonn' und Sterne kalt
Du liegst so gut in meinem Arm,
So gut ruht nur in mir mein Herz.
Wir schweben wie das Feuer fort
Und leben nur der Küsse Leben.
Einst werden Sonn' und Sterne kalt,
Uns hat der Tod vergessen müssen,
Und tausend, tausend Jahre alt
Leben wir noch in jungen Küssen.

(Max Dauthendey, 1867-1918, deutscher Dichter, Maler)

Die Braut

Unberufen zum Scherz, welcher im Liede lacht,
Nicht gewöhnet zu sehn Knidia's Götterchen,
Wollt' ich Lieder, wie Schmidt singt,
Lieder singen, wie Hagedorn.

Schon glitt, zärtliche Braut, meine verlorne Hand
Nach Anakreons Spiel, rann es, wie Silberton
Durch die Saiten herunter,
Vom hinfliegenden blonden Haar;

Von dem Kuss, der gerauht, halb nur empfunden wird,
Von der süsseren Lust eines gegebenen;
Von dem frohen Gelispel
Unter Freunden und Freundinnen,
Wenn die schnellre Musik in die Versamlung sich
Ungestümer ergiesst, Flügel der Tänzer hat,
Und das wildere Mädchen
Feuervoller vorüberrauscht;

Von der bebenden Brust, welche sich sanft erhebt,
Nicht gesehen, will seyn, aber gesehen wird:
Und von allem, was sonst noch
Durch die Lieder zur Freude lockt.

Doch mit Blicken voll Ernst winket Urania,
Meine Muse, mir zu, gleich der unsterblichen,
Tiefer denkenden Singer,
Oder, göttliche Fanny, dir!
Singe, sprach sie zu mir, was die Natur dich lehrt!
Jene Lieder hat dich nicht die Natur gelehrt;

Aber Freundschaft, und Tugend
Sollten deine Gesänge seyn!
Also sprach sie, und stieg zu dem Olymp empor.
Aber darf auch ihr Ernst, bey dem Geräusch der Lust,
Bey den blühenden Minen,
Leises Trittes vorübergehn?

Ja! du hörest mich, Braut, und dein gebildet Herz
Mischt zur Freude den Ernst, fühlt so die Freude mehr!
Du verkennest das Lächeln
In dem Auge der Tugend nicht!

Wenn die Lippe nicht mehr blühet, die Wange nicht,
Wenn der sterbende Blick sich in die Nacht verliert,
Wenn wir unsrer Verlangen
Thorheit weis' und verachtend sehn;

Wenn, wo sonst uns der Lenz auch zu der Blume rief,
Da, bey unserem Grab' Enkel und Enkelin,
Uns vergessend, sich lieben:
Dann ist, Freundin, die Tugend noch!

Jene Tugend, die du kennst, und bescheiden thust,
Die den, welchen du liebst, neben dir glücklich macht,
Die dem Auge der Mutter
Heimlich Thränen der Freud' entlockt.

(Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724-1803, deutscher Dichter)

Poesiealbum

In Rohitsch hofft ich

In Rohitsch hofft' ich zu gesunden,
Ob ich's erreicht lehrt erst die Zeit,
Doch manches sonst hab' ich gefunden,
Vor allem: Liebenswürdigkeit.

(Franz Grillparzer, 1791-1872, österreichischer Schriftsteller)

Aus: Eigenhändiges Albumblatt Sauerbrunn bei Rohitsch 15. Juli 1855. Untersatzblatt mit Hinweis "für das Album des Fräuleins Hermine Lang".

Wer Gott verlässt

[Wer Gott verläßt und Sünde thut,
Beraubt sich wahrer Freuden;
Ihm fehlt Beruhigung und Mutz
In Trübsal, Schmer und Leiten.
Das Scheinglück, das er sich versprrach,
Läßt nichts, als Gram und Reue nach.]

Wer Sünde thut, sieht Schrecken[voll]
sein letztes Ende kommen
die Hoffnung, die Ihn trösten
soll, ist seinem Geist benommen
Er liebte Gott und Jesum
nicht, und auf dem Todt
folgt das Gericht

Gero H. Peters
Suurh[ausen]

[So folget Trübsal, Angst und Pein
dem Laster schon auf Erden;
Unendlich größer wird die Pein
In jenem Leben werden.
Ach fürchterlich ist beides mir,
Ach führ vom Laster mich zu dir.]

(Poesiealbum von Hedwig, 1901, Kurrentschrift, nördl. Niedersachsen )

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