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Märzlied-er

Gedichte - Reime - Verse - Lieder zum Monat März

Jetzt wacht die Natur auf, der Schnee schmilzt, die ersten Blümchen spriessen. Hier erhalten Sie schöne Märzgedichte, Frühlingsgedichte in Reim und Vers.

Märzlied

Nun, da Schnee und Eis zerflossen
Und des Angers Rasen schwillt,
Hier an roten Lindenschossen
Knospen bersten, Blätter sprossen,
Weht der Auferstehung Odem
Durch das keimende Gefild.

Veilchen an den Wiesenbächen
Lösen ihrer Schale Band;
Primelngold bedeckt die Flächen;
Zarte Saatenspitzen stechen
Aus den Furchen; gelber Krokus
Schiesst aus warmem Gartensand.

Alles fühlt erneutes Leben:
Die Falänen die am Stamm
Der gekerbten Eiche kleben,
Mücken, die im Reigen schweben,
Lerchen, hoch im Ätherglanze,
Tief im Tal das junge Lamm!

Seht! erweckte Bienen schwärmen,
Um den frühen Mandelbaum;
Froh des Sonnenscheins erwärmen
Sich die Greise; Kinder lärmen
Spielend mit den Ostereiern
Durch den weissbeblümten Raum.

Spriesst, ihr Keimchen, aus den Zweigen,
Spriesst aus Moos das Gräber deckt!
Hoher Hoffnung Bild und Zeugen,
Dass auch wir der Erd entsteigen,
Wann des ewgen Frühlings Odem
Uns zur Auferstehung weckt!

(Johann Gaudenz von Salis-Seewis, 1762-1834, schweizer Dichter)

Kleines Märzlied

Lied gesungen, im März erklungen,
vom Aufersteh'n und Hoffen.
Lied gesungen, im März erklungen,
im Herz vom Klang gertroffen.

(© Anna-Lena Mil)

März

Du bist mir März mein Schatz, so lieb ich dich,
Und will dich nimmer bitten, sei mir Mai! —
Denn Mai, das wär Erfüllung meines Hoffens,
Und davor bangt mir wie vor Götterneid.
Ich will nicht immer blauen Himmel sehen,
Will nicht um Blüten schwärmen, süss verträumt,
Ich will bei dir im Sturm, in Flocken stehen.
Will sehen wie dein Herz im Zügel schäumt!
Nur manchmal, wenn die Wolken sich verschieben,
Lass mich ein Stück in deiner Sonne gehn,
Dies Licht trag ich in alle Erdentage,
Wenn meine Lampe lischt, wird’s mit verweh’n.

(Amalie Senninger, 1866-1921, deutsche Dichterin)

März

Es ist mir eben angethan,
Zwei schöne Augen sahn mich an,
Und in den süßen feuchten Schein
Blickt' ich zu tief, zu tief hinein.
Mir schwirrt der Kopf, mir glühn die Wangen,
Und nun kommt draußen der Lenz gegangen
Ueber die Hügel, über den Fluß,
Die Schwalbe zwitschert ihren Gruß,
Die Wolken ziehn und zwischendrein
Fließet der lichte Sonnenschein,
Und aus dem klar vertieften Blau
Säuselt es linde, weht es lau,
Man meint, die Veilchen sind schon da.
Das ist ein sehnsuchtsvolles Weben,
Ein heimlich Locken und Leben
Allüberall, fern und nah.
Und du, mein Herz, wirst nie gescheidt,
Lässest so willig dich verführen,
Oeffnest der Sehnsucht Thor und Thüren;
Von Liebes-Freud und Leid
Singest du Lieder,
Und bist so froh, bist ganz so thöricht wieder,
Als wie in deiner jungen Zeit.

(Emanuel Geibel, 1815-1884, deutscher Lyriker)

Lerchenlied im März

Ein Lerchenlied? Du glaubst es kaum.
Hier unten noch im Schnee die Welt –
Dort oben wie ein Frühlingstraum
Ein Lerchenlied am Wolkenzelt?

Und war dir noch so schwer zumut
Und noch dein Herz so kummervoll,
Nun weißt du: bald wird alles gut!
Das erste Lerchenlied erscholl!

Aus deiner dunklen Tiefe zieht
Es dich empor zu Glück und Licht –
… Für jeden klingt ein Lerchenlied,
Doch hunderttausend hören's nicht!

(Anton Alfred Noder, auch A. De Nora, 1864-1936, deutscher Arzt und Dichter)


Haselblüten mit blauem Himmel

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Bild-Text

Das Leuchten ist geweckt, die Sehnsucht hat ein Ende. Zuversicht ruft.

(© Marie A.H.)



Ich hatt' mal eine gute Zeit

Ich hatt' mal eine gute Zeit –
Kaum wie ein Hündlein bellt im Traum,
Sprach ich von Liebesschmerzen;
Wie jeder mal im Märzen klagt,
Wenn schon der Frühling angesagt,
Und Hastigkeit die Glieder plagt;
Wenn Neugier durch die Äste jagt,
Wenn kahl noch der Kastanienbaum
Schier stündlich nach den Kerzen fragt.
So wie vom Regenschnee der Flaum
Rührte kaum Leid des Ärmels Saum,
Aufs höchste spürte man's am Kleid.
Blitz lag mit Blitz noch nicht im Streit,
Die Lieb' lief durch die Ewigkeit,
Kein Meilenstein stand weit und breit.
Die Sehnsucht traf noch nicht das Mark,
Ich sehnte mich am Sehnen stark,
Blau war noch die Unendlichkeit –
Ich hatt' mal eine gute Zeit.

(Max Dauthendey, 1867-1918, deutscher Dichter und Maler)



Märzlied

Im März,
da gruneln die Dornen am Zaun.
Im März,
da fängt der Fuchs an zu rauhn.
Im März,
über Deutschlands Äckern und Aun,
da fliegt durch Wolken und Licht und Sturm
eine erste Schwalbe von Turm zu Turm:
wird Frühling? -

(Richard Dehmel, 1863-1920, deutscher Dichter, Schriftsteller)

Märzlied

Eh' noch der Lenz beginnt,
Schnee von den Bergen rinnt,
Singet das Vöglein schon
Freudigen Ton.

Noch blüht kein Veilchen blau,
Noch ist der Wald so grau;
Was mag das Vögelein
Denn so erfreun?

Wärme und heller Schein
Hauchen ihm Ahnung ein:
Bald kommt mit neuem Glück
Frühling zurück.

Voll dieser Fröhlichkeit
Singt's ob der dürren Heid',
Lernt auf den künft'gen Mai
Lieder sich neu.

(Abraham Emanuel Fröhlich, 1796-1865, Schweizer Theologe und Schriftsteller)

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März: Jahreszeitliche Gedichte / Mit einem Vorwort von Sahra Wagenknecht

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