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Frühlingslied-er

Gedichte - Reime - Verse - Lieder zum Frühling

Gedichte, die singen, die Vöglein zwitschern lassen und den Klang des Frühlings einfangen. Hier erhalten Sie schöne Frühlingsgedichte, Frühlingslieder, Verse und Reime, die vom Lerchenton, von den Finken, den Blumen, dem Frühlingserwachen erzählen. Klassische bekannte und unbekanntere Frühlingsgedichte.

Frühlingslied

Unsere Wiesen grünen wieder,
Blumen duften überall;
Fröhlich tönen Finkenlieder,
Zärtlich schlägt die Nachtigall.
Alle Wipfel dämmern grüner,
Liebe girrt und heckt darin;
Jeder Schäfer wird nun kühner,
Sanfter jede Schäferin.

Blüten die die Knosp entwickeln,
Hüllt der Lenz in zartes Laub;
Färbt den Sammet der Aurikeln,
Pudert sie mit Silberstaub.
Sieh! das holde Maienreischen
Dringt aus breitem Blatt hervor,
Beut sich zum bescheidnen Sträusschen
An der Unschuld Busenflor.

Auf den zarten Stengeln wanken
Tulpenkelche, rot und gelb,
Und das Geisblatt flicht aus Ranken
Liebenden ein Laubgewölb.
Alle Lüfte säuseln lauer
Mit der Liebe Hauch uns an;
Frühlingslust und Wonneschauer
Fühlet was noch fühlen kann.

(Johann Gaudenz von Salis-Seewis, 1762-1834, schweizer Dichter)

Frühlingslied von Hölty

Die Luft ist blau, das Tal ist grün,
Die kleinen Maienglocken blühn,
Und Schlüsselblumen drunter;
Der Wiesengrund
Ist schon so bunt,
Und malt sich täglich bunter.

Drum komme, wem der Mai gefällt,
Und schaue froh die schöne Welt
Und Gottes Vatergüte,
Die solche Pracht
Hervorgebracht,
Den Baum und seine Blüte!

(Ludwig Hölty, 1748-1776, deutscher volkstümlicher Dichter)

Frühlingslied von W.v. Teufen

Freuet euch nun Jung und Alt,
Winter kalt
Muss jetzt von uns scheiden.
Schauet an den Wald,
Feld und Anger ziert ein Kleid,
Weit und breit
Blüht es auf den Heiden
Voller Freudigkeit.
Blumen weiss
durch grünes Reis
Glänzend blicken;
Dich zu schmücken,
Jugend, rüste dich mit Fleiss!

Ringsum hört man Vogelsang
Sonder Wank
Klingen in der Aue,
Die der Winter zwang.
Ihr Gemüt ist hoch und hehr,
Recht mirs wär,
Wenn mich meine Fraue
Froh noch machte mehr;
Sie, die mir
im Herzen hier
Wohnt verborgen,
Schied von Sorgen
Mich noch nie: das klag ich ihr!

Dulde von ihr Ungemach,
Manches Ach
Fügte mir die Reine,
Und mein Mut ist schwach.
Seht, das muss erdulden ich
Züchtiglich;
Sie hat Fehler keine
Und ist minniglich.
Voller Lust
und des bewusst
Ist ihr Minnen,
All mein Sinnen
Zwingt sie mir in tiefster Brust.

Der vielsüsse Mund so rot
Hat mir Not
Zugefügt und Schmerzen,
Ach und fast den Tod.
Bleibt die schmerzensvolle Pein
Länger mein,
Dann muss meinem Herzen
Fremd die Freude sein.
Leib und Sinn
hat sie dahin
Mir genommen,
Und gekommen
Bin ich um des Glücks Gewinn.

Mein vielsehnend Herze klagt
Gar verzagt,
Dass mir Lieb verborgen,
Die mir wohl behagt.
Währt noch dieser heftige Streit
Lange Zeit,
Macht so tiefes Sorgen
Mich zum Tod bereit.
Wär ich ihr
lieb, wie sie mir,
Leid verschwände,
Trost dann fände
Ganz mein Herz noch nach Begier.

(Wernher von Teufen, um 1225-1240, schweizer Minnesänger)



Frühlingslied

Es kam der Frühling mit Herrschermacht,
Da wollt' ich ein Lied ihm singen;
Er strahlte so hold in lieblichster Pracht –
Wie sollt' es da nicht gelingen?

Ich sah mir die Blüthenbäume an,
Dran alle Knospen gesprungen,
Sie waren gleich Bräuten angethan,
Von Schleier und Myrth' umschlungen.

Es nickten Blumen an jedem Steg,
Als ob sie selber sich streuten
Den schlanken Bräuten auf ihren Weg,
Beim Maienglockenläuten.

Die grünen Blätter im Buchenhain,
Umhaucht von weißem Gefieder,
Sie flüstern in alle Welt hinein
Die süßesten, wonnigsten Lieder.

Es lauschet den Tönen die Lerch' im Feld,
Es lauschen die Nachtigallen,
Aus Blüthensträuchern, vom Himmelszelt
Klingt wieder das fröhliche Schallen.

O, Frühling! Frühling! so hold und licht!
Fast will mir das Herz zerspringen!
Du – selbst der Schöpfung höchstes Gedicht,
Wer könnte dich würdig besingen?

(Luise Büchner, 1821-1877, deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin)

Frühlingslied der Rezensenten

Frühling ist's, ich laß es gelten,
Und mich freut's, ich muß gestehen,
Daß man kann spazieren gehen,
Ohne just sich zu erkälten.

Störche kommen an und Schwalben,
Nicht zu frühe, nicht zu frühe!
Blühe nur, mein Bäumchen, blühe!
Meinethalben, meinethalben!

Ja! ich fühl ein wenig Wonne,
Denn die Lerche singt erträglich,
Philomele nicht alltäglich,
Nicht so übel scheint die Sonne.

Daß es keinen überrasche,
Mich im grünen Feld zu sehen!
Nicht verschmäh ich auszugehen,
Kleistens Frühling in der Tasche.

(Ludwig Uhland, 1787-1862, deutscher Dichter, Jurist, Politiker, Literaturwissenschaftler)



Lied

Ich sass im dunkeln Buchenhain
Bei ihr auf weichem Moos,
Im trüben blassen Mondenschein,
Gelehnt auf ihren Schoss.
Ich spielte mit dem blauen Band
An ihrer weissen Brust;
Und bebte, bei dem Druck der Hand,
Im Schauer süsser Lust.

Ich hört' und sah nur sie allein;
Nicht Nachtigallgesang,
Nicht Abendrot, nicht Mondenschein,
Mir schlug das Herz so bang.
Fest hing mein Blick an ihrem Blick,
Mein Mund an ihrem Mund:
Nur unser Engel sah das Glück
Und segnete den Bund.

(Johann Gaudenz von Salis-Seewis, 1762-1834, schweizer Dichter)



Frühlingslied von Geibel

Mit geheimnisvollen Düften
Grüsst vom Hang der Wald mich schon,
Über mir in hohen Lüften
Schwebt der erste Lerchenton.

In den süssen Laut versunken
Wall' ich hin durchs Saatgefild,
Das noch halb vom Schlummer trunken
Sanft dem Licht entgegenschwillt.

Welch ein Sehnen! welch ein Träumen!
Ach, du möchtest vorm Verglühn
Mit den Blumen, mit den Bäumen,
Altes Herz, noch einmal blühn.

(Emanuel Geibel, 1815-1884, deutscher Lyriker)

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