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Die Welt geht im Springen

Gedichte - Reime - Verse - Lieder zum Frühling

Schönes Frühlingsgedicht von Heinrich Albert und weitere Gedichte, sowie gute Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.

Die Welt geht im Springen

Die Sonne rennt mit Pranken
Druch ihre Frühlingsbahn;
Und lacht mit ihren Wangen
Den runden Weltkreis an.

Der Himmel kömmt zur Erden,
Erwärmt und macht sie nass;
Drum muss sie schwanger werden,
Gebieret Laub und Gras.

Der Westwind lässt sich hören,
Die Flora seine Braut,
Aus Liebe zu verehren,
Mit Blumen, Gras und Kraut.

Die Vögel kommen nisten,
Aus fremden Ländern her;
Und hängen nach den Lüsten,
Die Schiffe gehn ins Meer.

Der Schäfer hebt zu singen
Von seiner Phillis an;
Die Welt geht wie im Springen,
Es freut sich, was nur kann.

(Heinrich Albert 1604-1651, Komponist und Liederdichter)

Dir

Mir deucht, so schön war nie die Welt,
So schlugen nie die Nachtigallen.
Nie war so blau das Himmelszelt,
Nie grünten so des Waldes Hallen,
Wie an dem lichten Frühlingstag,
Da staunend dich mein Auge schaute,
Da schneller ging des Herzens Schlag,
Das Eis von meiner Seele taute.
Ich sah empor zu lichten Höhn;
Verstummt war all des Winters Klage.
O Gott, wie war die Welt so schön.
Als wie an jenem Frühlingstage!

(Mathilde von Eberhard, 19./20. Jh., deutsche Dichterin)

Frühling

Das kannst du nicht…

Das kannst du nicht zwingen:
daß die Knospen springen,
eh' die Sonne ihnen ihren Mai gebracht!
Aber da, was hinter dir liegt,
dich nicht schreckt mehr und unterkriegt:
was Winter in dir abzustreifen
in aller Stille … und Knospen zu reifen
und dich zum Frühling durchzuringen…
Das kannst du zwingen!

(Cäsar Flaischlen, 1864-1920 deutscher Schriftsteller)

Blühende Bäume

Blühende Bäume,
Gewölk aus Glanz und Duft.

Eine Schwarzamsel baut,
hüpfend im Zauberwald
bei den goldenen Bienen
schon ihr heimliches Nest,
und singt!

Ruhevoll atmet der Wind.
Wie von fernen, geahnten Ländern kommend,
atmet der Wind.

Meine Augen sind Pilgrime,
windgereift. Und durchsonnt:
Schön ist Deiner Hände Werk!

Meister,
mein Meister

(Frida Bettingen, 1865-1924, deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin)

Nun brechen aller Enden

Nun brechen aller Enden
Die Blumen aus grünem Plan;
Wo ich mich hin mag wenden,
Da hebt ein Klingen an!
Möcht' dir ein Sträußlein binden,
Möcht' dir ein Lied erfinden.
Wo aber fang' ich an?

Hier blüh'n Mariensterne,
Dort Primeln licht und bunt;
Bald ruft ein Horn zur Ferne,
Bald rauscht's im kühlen Grund.
Ganz wirr ist mir zu Sinne,
Weiß nicht, was ich beginne;
Mein Herz ist mir verwund't.

Ja, möchtest selbst du kommen,
Da wär's wohl gute Zeit,
All' Leid wär' mir benommen,
Und lauter Seligkeit;
Die Blumen könnten blühen,
Die Klänge weiter ziehen,
Ist doch die Welt so weit.

Wenn sich zwei Augen gefunden,
Wer schaut die Blumen an?
Wenn sich zwei Mündlein runden,
Was braucht's der Lieder dann?
Wenn einig Herz und Hände:
Welch Frühling ohne Ende
Hebt da zu blühen an!

(Robert Reinick, 1805-1852, deutscher Maler und Dichter)

Frühlings Ankunft

Grüner Schimmer spielet wieder
Drüben über Wies' und Feld.
Frohe Hoffnung senkt sich nieder
Auf die stumme trübe Welt.
Ja, nach langen Winterleiden
Kehrt der Frühling uns zurück,
Will die Welt in Freude kleiden,
Will uns bringen neues Glück.
Seht, ein Schmetterling als Bote
Zieht einher in Frühlingstracht,
Meldet uns, dass alles Tote
Nun zum Leben auferwacht.
Nur die Veilchen schüchtern wagen
Aufzuschau'n zum Sonnenschein;
Ist es doch, als ob sie fragen:
»Sollt' es denn schon Frühling sein?«
Seht, wie sich die Lerchen schwingen
In das blaue Himmelszelt!
Wie sie schwirren, wie sie singen
Über uns herab ins Feld!
Alles Leid entflieht auf Erden
Vor des Frühlings Freud' und Lust –
Nun, so soll's auch Frühling werden,
Frühling auch in unsrer Brust!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874, deutscher Lyriker)

Frühlingsbote

Der Frühling weiß zu finden
Mich tief in Stadt und Stein,
Gießt mir ins Herz den linden
Fröhlichen Hoffnungsschein.

Manch' grüne Wipfel lauschen
Zwischen den Dächern vor,
Ein Lerchenklang durchs Rauschen
Der Stadt schlägt an mein Ohr.

Ein Schmetterling als Bote
Flattert im Wind vorbei,
Hinschwebend über das tote
Steinerne Einerlei.

(Heinrich Seidel, 1842-1906, deutscher Schriftsteller, Ingenieur)

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