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Der Frühling

Gedichte - Reime - Verse - Lieder zum Frühling

Jetzt, wo es wieder singt in den Büschen, das Licht die Seele weit macht und uns belebt, da darf man poetisch werden. Hier erhalten Sie schöne Frühlingsgedichte, Reime und Verse von bekannt über klassiche bis modern und neu.

Der Frühling

Der malerische Lenz kann nichts so sinnreich bilden,
Als jene Gegenden von Hainen und Gefilden;
Der Armut Überfluss erquickt dort Aug und Brust:

O Licht der weiten Felder!
O Nacht der stillen Wälder!
O Vaterland der ersten Lust!

Dort lässt sich wiederum, in grünenden Tropheen,
Des Winters Untergang, der Flor des Frühlings sehen;
Sein schmeichelnder Triumph beglücket jede Flur:

Die frohen Lerchen fliegen
Und singen von den Siegen
Der täglich schöneren Natur.

Der Bach, den Eis verschloss und Sonn und West entsiegeln,
In dem sich Luft und Baum und Hirt und Herde spiegeln,
Befruchtet und erfrischt das aufgelebte Land.

Dort lässt sich alles sehen,
Was Flaccus in den Höhen
Des quellenreichen Tiburs fand.

Fast jeder Vogel singt; es schweigen Nord und Klage!
Wie schön verbinden sich, zum Muster guter Tage,
Die Hoffnung künftger Lust, der jetzigen Genuss!

Ihr stolzen, güldnen Zeiten!
Sagt, ob, an Fröhlichkeiten,
Auch diese Zeit euch weichen muss.

An Reizung kann mir nichts den holden Stunden gleichen,
Da bei dem reinen Quell und in belaubten Sträuchen
Die alte Freundschaft scherzt, die junge Liebe lacht,

Am Morgen keimt die Wonne
Und steiget mit der Sonne
Und blüht auch in der kühlen Nacht.

Es spielen Luft und Laub; es spielen Wind und Bäche,
Dort duften Blum und Gras; hier grünen Berg und Fläche:
Das muntre Landvolk tanzt; der Schäfer singt und ruht:

Die sichern Schafe weiden,
Und allgemeine Freuden
Erweitern gleichfalls mir den Mut.

Es soll den Wald ein Lied von Phyllis Ruhm erfreuen;
Den Frühling will ich ihr und sie dem Frühling weihen.
Sie sind einander gleich, an Blüt und Lieblichkeit.

Ihr frohnen meine Triebe,
Ihr schwör ich meine Liebe,
Fürs erste bis zur Sommers-Zeit.

(Friedrich von Hagedorn, 1708-1754, deutscher Dichter)

Frühling

Und wieder ziehn am Himmelsbogen
Die hellen Frühlingswölkchen her,
Gleich Schwänen kommen sie gezogen
Vom Süd auf blauer Lüfte Meer.

Und mit den Wolken kehren wieder
Die Schwalben auf der luft'gen Bahn
Getreu zum gleichen Dach hernieder,
Wie sie vor Jahren schon gethan.

Sie zwitschern hell nach alter Weise
Vom Winter in der Wüste Sand,
Von ihrer pfeilgeschwinden Reise
Zur Heimat über Meer und Land.

Nun schwirren Käferchen und Immen,
Die Wellen plaudern fort und fort,
Es einen sich viel tausend Stimmen
Zu einem jubelnden Akkord.

Jedwede glänzend braune Hülle
Der grünen Blättchen ist gesprengt,
Unzählbar ist der Blume Fülle,
Die sich aus duft'ger Erde drängt.

Es klingt aus goldner Bläue nieder
Und auf zum Äther fern und nah
Und hallt in jedem Herzen wieder:
Der Himmelsbote, er ist da!

Nach langer, banger Wintertrauer
Aufatmet alles, was da lebt,
Es ist, als ob ein Wonneschauer
Die ganze Frühlingswelt durchbebt.

Als ob ein eigner Zauber walte
In wundersel'ger Maienzeit,
Daß sich das Alte neu gestalte
Zu nie geahnter Herrlichkeit.

Natur, die reiche, ewig treue,
Dasselbe beut sie jedes Jahr,
Doch jeder Frühling macht auf's neue
Die alten Wunder offenbar.

(Auguste Kurs, 1815-1892, deutsche Dichterin)



Frühlingsabend

Der Abendstern blinkt durch die Zweige,
Es schwimmt der Wald in blauem Duft,
Die allerletzte Drossel flötet,
So weich und milde ist die Luft.

Die gelben Haselkätzchen zittern
Im Abendwinde hin und her,
Ich träume in den Frühlingsabend
Und meine Brust seufzt tief und schwer.

Es ist ein Seufzer voller Sehnsucht,
Halb ist es Leid, halb ist es Lust,
Auch du denkst meiner diese Stunde,
Schwer hebt sich jetzt auch deine Brust.

(Hermann Löns, 1866-1914, deutscher Journalist und Schriftsteller)

Frühlingsregen

Sie weinen alle, da die Kirschenblüten
Zur Erde rieseln. Dieses fällt mir ein:
Ob wohl der Regen, der im Frühling fällt,
Die Tränenflut der trauernden Menschen ist?

(Otomo Kuronushi, 2. Hälfte des 9. Jh., japanischer Dichter)



Der Frühlingswind spricht

Der Frühlingswind spricht:
Schneeglöckchen schläfst Du noch?
Schneeglöckchen höre doch!
Ueber die Berge bin ich gekommen,
Da hab ich ein süßes Klingen vernommen.
Dort in der Ferne, dort in der Weite,
Hat schon begonnen das Frühlingsgeläute.
Da hört ich ein heimliches Singen und Klingen
Wie Frühlingsahnung die Luft durchdringen.
Und wie ich mich bücke und wie ich mich neige
Zur heimlichen Stelle, durch Dornengezweige,
Da sah ich ein Blümlein, so weiß wie der Schnee,
Das läutete jubelnd: Nun Winter ade!
Und wie es denn meinen Athem gefühlt,
Da hat es lange mit mir gespielt,
Da mußt ich von meinen Reisen sagen,
Und Grüße hat es mir aufgetragen.
Ich sollte alle die Schwestern wecken,
Schlummernd unter den kalten Decken.
Es ist auch wohl Zeit!
Er ist nicht mehr weit!
Schon breitet der Frühling die wärmenden Flügel;
Da sprossen die Berge, die Thäler und Hügel;
Er ist auf dem Wege, der Frühling ist nah:
Schneeglöckchen erwache! Der Frühling ist da!

(Anna Karbe, 1852-1875, deutsche Lieder- und Heimat-Dichterin)

An die Liebe

Tochter der Natur,
Holde Liebe!
Uns vergnügen nur
Deine Triebe.
Gunst und Gegengunst
Geben allen
Die beglückte Kunst
Zu gefallen.

(Friedrich von Hagedorn 1708-1754, deutscher Dichter)



Es duftet dir die Liebe

Klarer Frühlingsmorgen,
ein wunderschöner Tag.
Wie fallen da die Sorgen
nicht alle von dir ab.

Es lacht ins Herz hinein
der Himmel dir mit seiner Weite.
Nichts engt mehr ein,
nur zarter Duft trägt weiter.

Dir ist als sei die Seele voll
mit Blüten und mit Trieben.
So heimisch auch das Moll,
jetzt liedet dir die Liebe.

(© Monika Minder)

Frühling im Dom

Wunderschönes Frühlingswetter
Glitzert durch die bunten Scheiben,
Goldne Sonnenstäubchen tanzen
Lustig um den Hochaltar.

Auf der Kanzel spricht der Pater
Donnernd gegen Lust und Unzucht,
Auf dem breiten, keuschen Schmerbauch
Hüpft ein goldner Lichtreflex.

Und um seine rote Nase
Flattert ein Zitronenfalter,
Fliegt zu einem schönen Mädchen,
Das mit scheuem Herzen horcht.

Nachgefolgt dem gelben Falter
Sind des Paters strenge Augen,
Treffen schließlich auch das liebe,
Süße Mädchenangesicht.

Plötzlich stockt der Pater Thomas,
Er, der große Kanzelredner,
Er, der große Reuebringer,
Wird verwirrt, er stockt und schweigt.

Über einem Strebepfeiler
Sitzt ein feister Marmorengel,
Dieser grinst mit kleinen Augen
Lustig Pater Thomas an.

(Hermann Löns, 1866-1914, deutscher Journalist und Schriftsteller)

Das Empfinden des Frühlings

Du Schmelz der bunten Wiesen!
Du neu-begrünte Flur!
Sey stets von mir gepriesen,
Du Schmelz der bunten Wiesen!
Es schmückt dich und Cephisen
Der Lenz und die Natur.
Du Schmelz der bunten Wiesen!
Du neu-begrünte Flur!

Du Stille voller Freuden!
Du Reizung süsser Lust!
Wie bist du zu beneiden,
Du Stille voller Freuden!
Du mehrest in uns beyden
Die Sehnsucht treuer Brust.
Du Stille voller Freuden!
Du Reizung süsser Lust!

Ihr schnellen Augenblicke!
Macht euch des Frühlings werth!
Dass euch ein Kuss beglücke,
Ihr schnellen Augenblicke!
Dass uns der Kuss entzücke,
Den uns die Liebe lehrt.
Ihr schnellen Augenblicke!
Macht euch des Frühlings werth.

(Friedrich von Hagedorn, 1708-1754, deutscher Dichter)



Die Rose

Siehst du jene Rose blühen,
Schönste! so erkenne dich!
Siehst du Bienen zu ihr fliehen,
Phyllis! so gedenk an mich.
Deine Blühte lockt die Triebe
Auf den Reichthum der Natur,
Und der Jugend süße Liebe
Raubt dir nichts, und nährt sich nur.

(Friedrich von Hagedorn, 1708-1754, deutscher Dichter)

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