Reime Verse Poesie Prosa
Geburtstagsgedichte kurze Geburtstagsgedichte
Liebesgedichte Kindergedichte Lustige Gedichte Englische Gedichte
Weihnachtsgedichte Neujahrsgedichte





Zitat des Tages
  Home Gedichte Zitate Sprüche Kontakt Blog

April

Gedichte - Reime - Verse - Lieder zum Monat April

Die Tage werden länger, das Wetter macht Laune. Hier erhalten Sie schöne Aprilgedichte, Frühlingspoesie, die vom Lenz erzählt, von Regen, Wind und milden Temperaturen. Schöne Aprilgedichte sowohl bekannte klassische wie neue moderne.

April

Laut flötet der Wind durch den Haselnussstrauch,
Schneeflocken durchwirbeln den Hain,
Bald Hagel, bald Regen und eisiger Hauch,
Bald lachendster Lenzsonnenschein.
Ich weiss ja, dass kurz dieser Sonnenblick dauert,
Dass Hagel und Regen und Schneefall schon lauert
Und Nordwinds erstarrendes Wehn,
Und dennoch mich freudige Hoffnung durchschauert,
Es ist ja so schön, ja so frühlingshaft schön.

Erfriern auch die Veilchen, die gestern erblüht,
Verstummt auch der Fink in dem Wald -
So lieb ich, April dich, in meinem Gemüt
Ist's auch heute warm, morgen kalt.
Auch dich hatt' ich lieb, die so oft mich belogen,
So oft mich mit Lachen und Weinen betrogen,
Dich Mädel, trotz Falschheit und Lug,
Ja, Zauberkraft war's, die zu dir mich gezogen,
Ja Trug, doch berauschender, seliger Trug.

Schon lange ist's her, schon manch langes Jahr,
Hab' immer gern deiner gedacht,
Du rosige Wange, du goldhelles Haar,
Du Auge, voll tiefblauer Pracht,
Ihr Lippen, wie konntet ihr lachen und schmollen,
Ihr Augen, wie konntet ihr strahlen und grollen,
Bald Höllenpein spenden und bald Paradies,
Was half mir mein besseres Wissen und Wollen,
Ja Lüge und Trug war's, doch süss, ach so süss.

Ich weine den Blumen des Herzens nicht nach,
Schon morgen erblüht neues Glück,
Und wenn auch der Nordwind die Lenzblüten brach,
Ein Jahr und sie kehren zurück.
Ja Hagel und Regen und Sonne und Schneien,
Und Wechsel von Trauer, von Lust und Bereuen,
Bald jauchzend, bald düster und still,
Die Lust nicht verachten, die Schmerzen nicht scheuen,
Ich lieb euch, falsch Mädchen und falscher April.

(Hermann Löns, 1866-1914, deutscher Journalist und Schriftsteller)

Es ist doch im April fürwahr

Es ist doch im April fürwahr,
der Frühling weder halb noch gar!
Komm Rosenbringer, süßer Mai,
komm du herbei!
So weiß ich, daß es Frühling sei.

(Eduard Mörike, 1804-1875, deutscher Lyriker, Erzähler und Übersetzer)

Es ist am Abend im April

Es ist am Abend im April.
Der Käfer kriecht ins dichte Moos.
Er hat so Angst – die Welt so groß!

Die Wirbelwinde hadern mit dem Leben,
Ich halte meine Hände still ergeben
Auf meinem frommbezwungenen Schoß.

Ein Engel spielte sanft auf blauen Tasten,
Langher verklungene Phantasie.
Und alle Bürde meiner Lasten,
Verklärte und entschwerte sie.

Jäh tut mein sehr verwaistes Herz mir weh –
Blutige Fäden spalten seine Stille.
Zwei Augen blicken wund durch ihre Marmorhülle
In meines pochenden Granates See.

Er legte Brand an meines Herzens Lande –
Nicht mal sein Götterlächeln
Ließ er mir zum Pfande.

(Else Lasker-Schüler, 1869-1945, deutsche Dichterin)


Blütenmeer an Zweigen mit blauem Himmel

© Bild www.gedichte-zitate.com, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos genutzt werden. Z.B. für eine Karte. > Nutzung Bilder

Bild-Text

Zuversicht
lässt die Blüten
lebendig werden.

(© Anna-Lena Mil)



April

Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt;
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fließet wie ein Traum –
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.

(Theodor Storm, 1817-1888, deutscher Schriftsteller)

Zitronenfalter im April

Grausame Frühlingssonne,
Du weckst mich vor der Zeit,
Dem nur in Maienwonne
Die zarte Kost gedeiht!
Ist nicht ein liebes Mädchen hier,
Das auf der Rosenlippe mir
Ein Tröpfchen Honig beut,
So muß ich jämmerlich vergehn
Und wird der Mai mich nimmer sehn
In meinem gelben Kleid.

(Eduard Mörike, 1804-1875, deutscher Lyriker, Erzähler und Übersetzer)

Alle Birken grünen

Alle Birken grünen in Moor und Heid,
Jeder Brahmbusch leuchtet wie Gold,
Alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit,
Jeder Birkhahn kullert und tollt.

Meine Augen, die gehen wohl hin und her
Auf dem schwarzen, weißflockigen Moor,
Auf dem braunen, grünschäumenden Heidemeer
Und schweben zum Himmel empor.

Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölkchen zieht
Wie ein Wollgrasflöckchen so leicht,
Und mein Herz, es singt sein leises Lied,
Das auf zum Himmel steigt.

Ein leises Lied, ein stilles Lied
Ein Lied, so fein und lind,
Wie ein Wölkchen, das über die Bläue zieht,
Wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.

(Hermann Löns, 1866-1914, deutscher Journalist und Schriftsteller)



Schmetterling

In blauen Streifen fällt das Licht
In unsern stillen Wald,
Des Schwarzspechts heller Glockenton
Zu uns herüberschallt.

Ich gehe den Weg mit leichtem Schritt,
Einst ging ich ihn müde und schwer,
Ein großer schwarzer Schmetterling
Flog lockend vor mir her.

Mit seligen Augen streif ich dein Haar,
Das sich im Nacken rollt,
Der Schmetterling, der vor uns schwebt,
Der ist so gelb wie Gold.

(Hermann Löns, 1866-1914, deutscher Journalist und Schriftsteller)

April

Du aus den Händen der Natur,
Zu ihrem Ruhm hervorgegangene Schöne!
Jetzt singet, auf der arm gewordnen Flur,
Nicht mehr die Lerche. Jetzt verlernt die Thöne
Selbst deiner Schwester Nachtigall. Sie schweigt
In ihrem melancholischen Gehäuse;
Tief denkend sitzt sie da – so sitzet oft der Weise,
Der Menschenfreund, wenn fremde Noth ihn beugt,
Wenn drückend Elend kommt mit jung gewordnen Tagen,
Wenn durch das Vaterland die lautgestöhnten Klagen
Erschallen allgemein: Dann sitzet traurig er,
Verstummt von Schmerz, und blickt umher,
Ob aufgeklärtre Tage kommen –
Du holdes Mädchen, von zwey Frommen,
Im Lande Friedrichs auf die Welt gebracht;
Unmuthig siehest du den Bäumen ihre Pracht,
Den Blumen ihren Reiz benommen.
Der Maulbeerbaum – er stehet blätterlos;
Wie liegen unter ihm, die stolz getragne Locken
Zerstreut, auf schwarzer Erde Schooß,
Den blassen Leichen gleich! O! ihre Sterbeglocken,
Die rauhen Winde stürmten um sie her.
Wie ist die Reben-Wand von ihrem Schmuck so leer!
Nichts grünet mehr in dem beliebten Raume,
Wo du Lustwandeln giengst, wo Blumen sich gebückt,
Vor deines weissen Kleides Saume,
Wann sie dein Angesicht erblickt.

So nimmt die Zeit, einst Güter der Natur
Dir schönes Kind! Dein Herbst, dein Winter werden kommen
Mit räuberischer Hand. Dann wird, wie von der Flur,
Der Reiz von dieser Wange weggenommen.
Sie lassen dir des Herzens Schönheit nur!
Nur den Verstand heraufgereift, nur Züge
Der Seele, die mit Tugend ausgeschmückt
Nicht von der Zeit, vom Zufall nicht erdrückt,
Bezeuget, daß in ihr der Gottheit Funke liege!
Wann achtzehn Erndten noch vorüber gehn,
Und Krankheit nicht in Dir Verwüstung angerichtet;
Dann ist vielleicht noch dieses Antlitz schön,
Das alle Kunst der Mahlerey zernichtet.
Wann aber funfzig Sommer du gelebt;
Alsdann haucht alle Reize von den Wangen
Die starke Zeit, vor der die Gärten sind vergangen,
Die prächtig in der Luft geschwebt.
Dein äußrer Bau, so künstlich er gewebt,
So fein die Nerven auch sind überzogen worden,
Ist nichtig, muß vergehn; wie Blüten im April,
Wenn nächtlich sie ein Frost kommt in der Knospe morden,
Und wenn ins Leben sie die Sonne wecken will,
Noch ungestalt und welk an Zweige kleben –
Dir aber sollen noch die Jahre Reizung geben.
Dein Geist, der innre Mensch, soll, wirst du älter seyn,
Durch größre Schönheit den erfreun,
Der dir bestimmt, und deiner werth befunden,
Mit dir durchlebet goldne Stunden.
Uns nicht bekannt, ist dieser Jüngling noch.
Du horchst hoch auf, wirst roth, und willst ihn wissen?
Der Himmel kennet ihn, und der wird doch
Dich nicht unedle Lippen lassen küssen.
Nein, fromm und treu, verständig, zärtlich, ernst
Sey der, von dem du leicht mehr Tugenden noch lernst.

(Anna Louisa Karsch, 1722-1791, deutsche Dichterin)



Jahraus, jahrein

Ohne Schlittschuh und Schellengeläut'
Ist der Januar ein böses Heut'.

Ohne Fastnachtstanz und Mummenspiel
Ist am Februar auch nicht viel.

Willst du den März nicht ganz verlieren,
So laß nicht in April dich führen.

Den ersten April mußt überstehn,
Dann kann dir manches Guts geschehn.

Und weiterhin im Mai, wenn's glückt,
Hat dich wieder ein Mädchen berückt.

Und das beschäftigt dich so sehr,
Zählst Tage, Wochen und Monde nicht mehr.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Aus einem April

.Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern
schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er
leer war, –
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.
Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Dichter)



Frühlingsgedichte Kinder
Schöne Kindergedichte vom Frühling und über den Frühling.

April, Liebesgeschichte
Eine Liebesgeschichte im Frühling von Joseph Roth.

April Wikipedia
Wissenswertes, Etymologie, Bräuche, April im Gedichte.

Bücher & Geschenk-Tipps

April: Roman





Sie, amore mio: Tasse bedruckt

Si amore mio auf Tasse in schöner Schrift




April Gedichte



Weitere Zitate und Sprüche

Frühlingsgedichte Sommergedichte Liebesgedichte Hochzeitsgedichte Kindergedichte Ostergedichte Glück Ostersprüche Liebe Hoffnung Sehnsucht Valentinstag
Herbstgedichte Geburtstagsgedichte Leben Wintergedichte Weihnachtsgedichte Sprüche zum Nachdenken Kurze Gedichte Sprüche Frühlingsprüche Gedichte Zitate

nach oben

Copyright© by www.gedichte-zitate.com - Impressum - Nutzungsbedingungen - Sitemap