Freunde sind wie Sterne,
sie leuchten uns in der Dunkelheit
und wärmen uns den Tag.

(© Monika Minder)

Sterne Gedichte + Sprüche

schöne Sterne Gedichte und kurze Sprüche über Sterne, Sternenhimmel, funkeln, leuchten, über Träume, Liebe, Freunde und das Leben. Witzig heiter und tiefgründig ernste Gedichte. Klassisch und modern.

Sterne hingen

Und wo so Nächte voller Sterne hingen,
liebten sie sich durch die Zeit.
Wer weiss, was alles ihnen gelinge,
in diesem hoffnungsvollen Feld,
wären sie nicht hängen geblieben
an den Sternen und der Zeit.

(© M.B. Hermann)

S P R U C H
Sterne haben Zukunft: Sie werden nicht gewesen sein.

(© M.B. Hermann)

Eine Nacht voll

Eine Nacht voll Angst und Verlangen -
So geht die Welt zur Ruh.
Auch der Mond ist niedergegangen.
Wir aber wandern - Du!

Zuweilen ein Baum mit dunkeln
Ästen, ein Haus, ein Licht -
Zuweilen ein fernes Funkeln
Von Sternen in Deinem Gesicht.

Und Deine Augen - laß mich!
Dein Gott ist nah und der meinige weit.
Deine Augen leuchten - faß mich!
Wir stehn über Raum und Zeit.

Wir stehn hoch oben. Wir gleiten.
Und sieh, jener Stern, der uns trägt,
War seit urdenklichen Zeiten
Schon in mein Leben gelegt.

Und seltsam - der Stern ist gefunden!
Andre Sterne schauen zu.
Gott mit seinen Menschen steht unten;
Wir aber wandern - Du!

(Walter Hasenclever, 1890-1940, deutscher expressionistischer Schriftsteller)

S P R U C H
Während ein Feuerwerk abgebrannt wird, sieht niemand nach dem gestirnten Himmel.

(Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916)

Sterne

Die Sterne zünden ihre Lampen an,
auf unbedachte Frist,
damit sie nicht auswischt die Spur,
die der Himmel schickt.

(© Jo M. Wysser)

S P R U C H
Sterne sind, wo wir sind.

(© Jo M. Wysser)

Ab und zu fällt Schnee

Ab und zu fällt Schnee, leicht und leise
treffen Blicke aufeinander und Worte.
So etwas wie Glück rast durch Zeiten
der Nacktheit und leuchtet, wenn auch
mit kleinen Sternen, aus den Gärten,
wo das zarte Licht hinter den Fenstern
immer noch seine Geschichten erzählt
und Tauben fliegen lernen.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Möge dich ein Stern begleiten, wenn du deinen Wünschen Flügel verleihst.

(© Monika Minder)

Das Lied des Spielprinzen

Wie kann ich dich mehr noch lieben?
Ich sehe den Tieren und Blumen
Bei der Liebe zu.

Küssen sich zwei Sterne
Oder bilden Wolken ein Bild -
Wir spielten es schon zarter.

Und deine harte Stirne,
Ich kann mich so recht an sie lehnen,
Sitz drauf wie auf einem Giebel.

Und in deines Kinnes Grube
Bau ich mir ein Raubnest -
Bis du mich aufgefressen hast.

Find dann einmal morgens
Nur noch meine Kniee,
Zwei gelbe Skarabäen für eines Kaisers Ring.

(Else Lasker-Schüler, 1869-1945, deutsche Dichterin)

S P R U C H
Sterne sind Gottestänzer.

(Peter Hille, 1854-1904)

Sommernacht

Uns einte nicht des Priesters Hand
Mit Chören, feierlichen Flammen.
Nur ein Marienfaden band
Uns leicht und sommerlich zusammen.

Uns hat die Sommernacht getraut
Im blauen Dom voll Weihrauchkerzen -
Du Sternenkind, du Windesbraut,
Das war ein Neigen, Herz zu Herzen.

Die Nacht frug priesterlich und groß:
Wollt ihr euch froh der Liebe spenden?
Ein Raunen rings. Ich hielt dein Los
In meinen bebend trunknen Händen.

(Paul Wertheimer, 1874-1937)

S P R U C H
Sterne sind die Vergißmeinnicht der Engel.

(Henry Wadsworth Longfellow, 1807-1882)

Kommen deine Augen und sehn mich an

Kommen deine Augen und sehn mich an,
weiß ich, warum mein Leben in deines rann.
Weil sie Himmel erbauen, so tief,
als ob ein ferner Wald darinnen schlief -
und liebst du, ist's ein Wald, der rauschend
um einen Brunnen steht,
in dessen goldener Tiefe
ein Stern zergeht.
Als ob ich dich von weitem riefe,
ist dein Gesicht mir zugewandt
in allen meinen Gedanken: lauschend
ernst und unverwandt.

(René Schickele, 1883-1940, deutsch-französischer Schriftsteller)

Sternenchöre

Sei mein, so wie sich mit den Sternenchören
Der Himmel flutend in die Nacht ergießt,
Und Seligkeiten werden uns gehören,
Durch die der Strom der Ewigkeiten fließt.

(Stefan Zweig,1881-1942, österr. Schriftsteller)

S P R U C H
Am Himmel hoch erlosch im Licht ein Stern.

(Joachim Ringelnatz, 1883-1934)

Ich möchte die Erde umfangen

Ich möchte die Erde umfangen,
Du blühest, du lebst ja auf ihr,
Du bildest ihr herrlichstes Prangen,
Du bist ihre lieblichste Zier.

Ich drückte die Menschheit so gerne
An meine hochschlagende Brust,
Mich hebt zu den Pforten der Sterne
Der Liebe begeisterte Lust.

Ich möchte hinströmen mein Leben
Für jegliches Wesen der Welt,
Und jedem die Seligkeit geben,
Die wonnig mein Dasein durchhellt.

(Heinrich Zirndorf, 1829-1893)

Z I T A T
Die Sterne lassen manchmal viele Zeichen an sich sehen, je nachdem, was die Menschen gerade tun und wie sie sich dabei verhalten. Aber sie offenbaren weder die Zukunft noch die Gedanken der Menschen, sondern nur das, was der Mensch bereits als seine Absicht kundgetan hat oder in Wort und Tat kundtut, weil dies die Atmosphäre aufnimmt.

(Hildegard von Bingen, 1098-1179)

Wunsch

Wenig ist, was ich begehre,
Und doch steht es mir so fern:
Aus dem ganzen Sternenheere
Einen einz'gen lieben Stern!
Und was Himmel, Erd' und Meere
Noch umfassen – ließ' ich gern! –

(Joseph Christoph von Zedlitz, 1790-1862, österr. Schriftsteller)

S P R U C H
Sterne. Bei Gott brennt Licht.

(Jules Renard, 1864-1910)

Die Sterne

Ein großer Dichter sagt, daß man die Sterne
Begehre nicht, sich ihres Lichts nur freue:
Sah er denn sehnend nie in jene Ferne
Nach Welten wo das Sein sich ihm erneue?

Wohl hängt das Aug' am Sternenglanze gerne,
Doch nicht, daß er die tiefe Nacht zerstreue: -
Daß tief die Brust in sie zu tauchen lerne,
Wenn nicht ihr Glück mehr giebt die heitre Bläue.

Wenn, was das Herz geliebt, die Erde decket,
Ihr Dunkel nur die Lust des Busens wecket.
Man liebt die fernen Sterne hier auf Erden,

Daß durch des Grabes Nacht sie Leiter werden;
Wenn Glück und Lust hat für das Herz geendet,
Den Blick ihr nahes Sonnenflammen blendet.

(Wilhelm von Humboldt, 1767-1835, deutscher Schriftsteller, Gelehrter)

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