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Kluge Sprüche

Schöne und tiefgründige Worte, kluge und kritische Sprüche, Zitate zum Nachdenken, Lebensweisheiten und Gedichte.

Totschweigen

Wir dürfen nicht alles totschweigen, und das fängt schon im eigenen kleinen Umfeld an.

(© M.B. Hermann)

Sich selbst sein

Machen Sie es sich nicht zu schwer. Um die Welt zu verbessern, genügt es zu lernen, man selbst zu sein.

(© Michael Depner, Wuppertal)

zwei rosa Tulpen mit grünem Hintergrund

© Bild Monika Minder, kann für private Zwecke (Karten, Mails) gratis genutzt werden.


Bild-Text

Die Freiheit zu haben, etwas zu tun, ist nur ein
Bewusstseinsphänomen des Selbst.

(Nishida Kitaro, japanischer Philosoph)



Weitere kluge Sprüche
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Langeweile


Der Langeweile kann durch Handeln oder Zulassen von Leere
begegnet werden. Ein Wechselspiel beider macht Sinn.

(© Michael Depner, Wuppertal)




Selbstwahrnehmung

Wer den Augenblick achtet, langweilt sich nicht. Im Jetzt ist immer
genau das zu entdecken, was jetzt von Bedeutung ist. Nur wer sich
im Jetzt übersieht, schielt nach einem Reiz, der ihn aus der
vermeintlichen Armut befreit.

(© Michael Deppner, Wuppertal)

Zitate hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Hr. Depner.




Weg finden

Wer den Weg findet, braucht kein Ziel.

(© Monika Minder)




Vorsatz

Man sollte Langeweile aushalten können,
statt sich mit Oberflächlichkeiten abzulenken.
Man sollte Begeisterung entwickeln können,
alles andere ergibt sich von selbst.

(© Monika Minder)




Wut

Wut ist verpasster Ausdruck.

(© Monika Minder)




Selbstverständlichkeit

Sonne im Überfluss
vertrocknet
so manche Seele.
Nichts ist ermüdender
als
Selbstverständlichkeit.

(© Monika Minder)




Schwierigkeiten

Schwierigkeiten heilt man nicht mit Gewalt und Kalamitäten,
nicht mit Beschlüssen, sondern mit Klugheit und Vorsicht.

(Carl Spitteler 1845-1924, schweizer Dichter, Schriftsteller)


Blumenbild mit kurzer Weisheit

© Bild Monika Minder, kann für private Zwecke (Karten, Mails) gratis genutzt werden.


Bild-Text

Je stiller du bist, je mehr kannst du hören.

(Chinesische Weisheit)




Weitere kluge Sprüche
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Stille


Stille aushalten und es geschehen Wunder.

(© Monika Minder)




Ziel

Ein Ziel sollte nicht das Ende eines Bestrebens sein, sondern
Motor für einen Neuanfang.

(© Monika Minder)




Wollen und Tun

Wenn dem Wollen ein Tun folgt, ist das der erste Schritt
zu einer neuen Erfahrung.

(© Monika Minder)




Leben neu erfinden

Die Depression des 21. Jahrhunderts ist die grosse
Langeweile, die sich im Überfluss, im Überdruss und
in der Zerstreuung zu heilen versucht. Ich bezweifle,
dass ihr das gelingt.

(© Monika Minder)




Kalte Zeit der Spötter

Kalte Zeit der Spötter aus deren Münder die pure Langeweile
gähnt. Unzufriedenheit hoch drei.

(© Monika Minder)







Bekannte und klassische kluge Sprüche
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Klüger sein


Sei klüger als andere, aber sage es ihnen nicht.

(Earl of Chesterfield)




Intelligenz ist ...

Intelligenz ist im engeren und eigentlichen Sinne die Funktion,
aus den Erfahrungen die nötigen Lehren zu ziehen und unsere
Handlungen den gegebenen Umständen anzupassen, und zwar
auf Grund von Erfahrungen, die auch in ähnlichen Lebenslagen
gemacht wurden.

(William McDougall 1871-1938, britisch-amerikanischer Psychologe)




Leben entwerten

Wer sein Leben zu einer Sache des Genusses macht,
entwertet es zum blossen Dasein.

(Ferdinand Ebner 1882-1931, österreichischer Philosoph)




Die Freude zu leben

Die Freude zu leben wird aus der Natur geboren und muss im
Geiste gerettet werden.

(Ferdinand Ebner 1882-1931, österreichischer Philosoph)




Klug sein

Allen Menschen ist es gegeben, sich selbst zu erkennen
und klug zu sein.

(Heraklit, um 520-460 v.Chr., griechischer Philosoph)




Kluge Sprüche von Edith Stein
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Glück und Unglück


Über Glück oder Unglück entscheidet nicht so sehr, was uns
von aussen zustösst, als was wir sind.

(Edith Stein 1891-1942)




Lebenskraft

Die Lebenskraft verbraucht sich im psychischen Geschehen.

(Edith Stein 1891-1942)




Meinungen und Urteile

Meinungen und Urteile sind weitgehend bestimmt
durch das, was man denkt und man sagt.

(Edith Stein 1891-1942)




Der Mensch

Der Mensch ist fähig zu erkennen, aber er ist dem Irrtum
unterworfen.

(Edith Stein 1891-1942)




Begierden

Die Begierden, die immer wieder nach Genüssen und
Gütern greifen, fesseln die Seele.

(Edith Stein 1891-1942, deutsche Philosophin)




Kluge Sprüche von Hildegard von Bingen
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Gemüt


Das Gemüt hat im Herzen der Menschen eine Wohnstätte.

(Hildegard von Bingen 1098-1179)




Liebe

Die Liebe vernichtet alles Böse und macht frei
von aller Angst.

(Hildegard von Bingen 1098-1179)




Wie ein Wind

Wie ein Wind ist die Vernunft in der Seele und wie
das Licht im Feuer.

(Hildegard von Bingen 1098-1179)




Die Gedanken

Die Gedanken selbst wohnen im Herzen und haben entweder
eine süsse oder bittere Stimmung.

(Hildegard von Bingen 1098-1179, deutsche Mystikerin)




Kluge Sprüche von Germaine de Staël
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In Sachen des Gefühl

In Sachen des Gefühls haben Worte den Charakter von Taten.

Es gibt kein Gefühl
Es gibt kein Gefühl ohne das Bedürfnis, den anderen zu
sehen, ihm zu helfen, ihn zu trösten.

Über Leidenschaft
Die Stürme der Leidenschaften vertragen sich mit keiner Ruhe.

Die Gesellschaft
Die Gesellschaft entwickelt den Verstand, aber nur die
Beschaulichkeit bildet das Genie.

(Anne Louise Germaine de Staël 1766-1817, französische Schriftstellerin)




Kluge Sprüche von Goethe
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Freiheit und Leben

Das ist der Weisheit letzter Schluss:
nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muss.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Was uns Heimat gibt

Uns rührt die Erzählung jeder guten Tag, uns rührt das Anschauen
jedes harmonischen Gegenstandes, wir fühlen dabei, dass wir nicht
ganz in der Fremde sind, wir wähnen einer Heimat näher zu sein,
nach der unser Bestes, Innerstes ungeduldig hinstrebt.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Wahrheit

Die Weisheit ist nur in der Wahrheit.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Die Liebe

Denn das Leben ist die Liebe, und des Lebens Leben Geist.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Gebraucht der Zeit

Gebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen,
doch Ordnung lehrt euch Zeit gewinnen.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Handeln

Handeln ist leicht, denken schwer; nach dem Gedanken
handeln unbequem.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)



Die Tat

Die Tat ist alles, nichts der Ruhm.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)




Kluge Sprüche von Christian Morgenstern
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Schönheit


Schönheit ist empfundener Rhythmus der Wellen, durch die
uns alles Aussen vermittelt wird. Oder auch: Schön ist
eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr
jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.

(Christian Morgenstern 1871-1914, deutscher Dichter)




Kritik

In dem Masse wie der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik
steigen, hebt sich auch das Niveau der Kritik am andern.

(Christian Morgenstern 1871-1914, deutscher Dichter)




Wunder erkennen

Wer das Wunder nicht als das Primäre erkennt, leugnet damit
die Welt, wie sie ist, und supponiert ihr ein Fabrikspielzeug.

(Christian Morgenstern 1871-1914, deutscher Dichter)




Wer sich überhebt

Wer sich überhebt, verrät, dass er noch nicht nachgedacht hat.

(Christian Morgenstern 1871-1914, deutscher Dichter)




Kritische Gedichte
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Der Tod eines Planeten


Am tiefsten Himmel, wo die Sterne schwimmen,
Auch unser Auge mit den Sternen schwimmt.
Zuweilen doch geschieht es, daß die Stimmen
Der Ewigkeit des Geistes Ohr vernimmt.
Du Himmel voll Gestirne zeigst uns wieder,
Daß du beseelt und fühlend bist. Denn seht,
Die Liebe einigt alle Flammenbrüder.
Ihr Sonnen, weint, denn ein Planet vergeht!

Er dreht sich im stolzen Gleichgewichte,
Und kein Geschöpf an Hunger je verkam.
Der Mensch, der frei war, konnte seine Früchte
Im Überfluß genießen, ohne Scham.
Doch stahl ein Diebesgeschlecht uns Frucht und Kerne
Und ließ verfaulen, was die Welt gesät.
Sein Wahnsinn aber stinkt bis an die Sterne.
Ihr Sonnen, weint, denn ein Planet vergeht!

Mit Strömen Bluts müßt ihr den Krieg bezahlen.
Mit noch mehr Blut bezahlt ihr die Idee.
Wie Menschenfleisch ernährt den Kannibalen,
So nährt vom Menschenfleisch sich der Bankier.
Das ist der Henker, der in blutgen Händen
Die arme Erdenkugel wägt und dreht,
Um seinem finstren Gott sie zu verschwenden.
Ihr Sonnen, weint, denn ein Planet vergeht!

Und doch - die alten Träume uns erfüllen.
Wer wollte aus der Lust am Dasein fort!
Es braust aus dem Gewühl der Menschenwillen
Der Leidenschaften göttlicher Akkord.
Vergebens, arme Seele! Sie gebrauchen
Das Henkerbeil als christliches Gerät.
Prometheus darf nur noch auf Strümpfen krauchen.
Ihr Sonnen, weint, denn ein Planet vergeht!

Ein Schluchzen schallt durch alle Himmelreiche
Als letzter Schrei am Tage des Gerichts.
Die Ewigkeit zerstäubte die Riesenleiche
Und bläst die Hülse in das leere Nichts.
Leer wird das Weltall sein nach den Gewittern,
Und letzter Wirbelrauch der Welt verweht.
Plejadenhimmel voll von Knochensplittern!
Ihr Sonnen, weint, denn ein Planet vergeht!

(Eugène Pottier 1816-1887, französische Dichterin)

(dt. von Erich Weinert)
Quelle: Tränen und Rosen ( Krieg und Frieden in Gedichten aus fünf Jahrtausenden).




Das Volk der Denker

Du armes Volk! Von aller Welt betrogen,
besiegt im Kampf, im Sehnen selbst besiegt,
sinnst du, das Hirn mit Wissen vollgesogen,
der Frage nach, woran dein Unglück liegt.

Und schon gelingt dir trefflich zu erklären,
warum bei so beschaffner Produktion
des einen Teil der Schweiss ist und die Schwären,
des andern Teil Theater, Sport und Spon.

Materialistisch weisst du zu begründen
der Wirtschaftsform Naturnotwendigkeit
und widerlegst den Wahn von Schuld und Sünden
als Narrenglauben der Vergangenheit.

Wie scheint der Mahner dir naiv und komisch,
der an die Seele pocht: Wach auf! Hab Kraft!
Du rechnest, wann historisch-ökonomisch
die Stunde reift auf Grund der Wissenschaft.

Du lachst des Spruchs, Tat wachse nur aus Wollen,
der manchmal noch in wirren Köpfen spukt.
Du siehst am Faden die Entwicklung rollen,
erkennst dich selbst als deiner Zeit Produkt.

Du lerntest längst nach Phasen zu begreifen
den Aufstieg der Geschichte und Kultur
und lehnst es ab, in Träumerei zu schweifen:
Kleinbürger-Utopien hemmen nur.

Du kennst die Welt, durchdenkst sie dialektisch;
empirisch ist dein Tun, dein Sinn real
Sind deine Kinder skrofulös und hektisch -
du weisst Bescheid: so wirkt das Kapital.

Und stehn sie hungrig vor des Reichen Türen,
der dich, Rebell! - vertrieb aus der Fabrik.
Du senkst den Kopf in Bücher und Broschüren
zum Studium der sozialen Republik.

Und liest: die Erde gäbe allen reichlich,
gehörte sie nur allen; - und du liest:
der schnöden Gegenwart folgt unausweichlich
die Zukunft, die ein freies Volk geniesst.

Die Zukunft kommt! Von selbst und ungerufen!
Im stolzen Trost schwelgt deine Phantasie.
Nur eine Serie von Entwicklungsstufen
steht noch bevor. - So lehrts die Theorie.

Du liest und lernst. Den Rücken krumm gebogen,
durchwühlst du Heft um Heft und Band um Band.

O armes Volk! Von aller Welt betrogen,
betrügst du selbst dich um dein Sehnsuchtsland.

(Erich Mühsam 1878-1934, deutscher Schriftsteller)




Gut zwei Milliarden

Gut zwei Milliarden schlugen mich in Ketten,
Als ihren Wachhund hätten sie mich gern,
Aus ihrer Welt möchten sich südwärts retten
Güte und Zartheit, ach, sie sind schon fern.
Die Welt da kann ich nicht ans Licht mehr halten
Wie Stoffe, die im Reagenzglas walten.
Besiegt bin ich. Mitleid! Und muß erkalten,
Wirst du nicht, Liebe, Rettung mir und Stern.

Ich brauch dich, wie der Bauer Boden braucht,
Regen und Sonne. Ja, ich brauche dich
So wie die Pflanze Licht, in das sie taucht,
Daß ihr dann Blätter wachsen grün und frisch.
Ich brauch dich wie die arbeitenden Massen,
Trotzig sich hinquälend im Kampf der Klassen,
Weil neue Tage sich nicht sehen lassen,
Mut brauchen, Freiheit, den gedeckten Tisch.

Ich brauch dich, Flora, wie das flache Land
Licht, Brunnen, Schulen braucht, Häuser aus Stein,
Wie Kinder Spielzeug, eine sanfte Hand,
Der Arbeiter das Wissen, Mensch zu sein.
Wie man ein Vorbild braucht, in diesen Zeiten
Die Armen Würde, Weise, die uns leiten,
Den Einschlag im Geweb der Eigenheiten,
Vernunft, aus Finsternissen großer Schein.

(Attila József 1905-1937, ungarischer Lyriker)

Quelle: Poesiealbum 90, Attila József, Verlag Neues Leben.



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Klugheit
Die Geschichte der Klugheitslehre von Platon bis Kant auf
der Wissensseite Wikipedia.

Die Kunst der Klugheit
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"Handorakels der Weltklugheit" von Balthasar Gracian und hier
online verfügbar.

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