Wir stehen auf dem tanzenden Runden,
mal mit dem Kopf nach oben, mal nach unten.
Die Welt drehte sich schon immer;
das machts auch nicht schlimmer.

(© M.B. Hermann)

Gedichte Zitate Sprüche

Lyrische Worte, schöne Sprüche und weise Zitate, von modern bis klassisch, gute Texte und tiefgründige Gedanken, Poetisches, Ausgesuchtes, sowie Bildersprüche und Text-Beispiele für Karten.

Gedicht des Monats, rote Schrift auf weissem Hintergrund

Wie man alt werden möchte

Ob ich altmodisch alt werden möchte, mit ungefärbten Haaren und Falten um die Augen, habe ich mich nie gefragt. Jetzt habe ich beides und gehe doch mit den Sternen am Himmel. Ist es nicht gerade so, dass wo ich das Sosein akzeptiere, auch loslassen gelingt. Und nur wenn man gelassen hat, erst wieder Neues entstehen kann. Wie nackt steht der Baum im Herbst da, wenn er seine bunten Blätter gelassen hat. Wie nackt und ungeschützt. Und dann im Frühling... .

(© Monika Minder)

S P R U C H
Des Sommers Wochen standen still, es stieg der Bäume Blut, jetzt fühlst du, dass es fallen will in den, der alles tut.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)

Weil du

Weil du den Boden zum Himmel machst,
der seine Wolken kennt,
weil du dein Herz öffnest,
weil du lachen kannst,
weil du die richtigen Worte ernst nimmst,
weil ich durch dich entstehe
und werden kann, was ich bin,
liebe ich dich.

(© Beat Jan)

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Bild-Text

Im Innehalten lernen wir ausruhen und gelassen sein, lernen wir Halt spüren und Sicherheit.

(© Beat Jan)

Junge Zuversicht

Und wenn in deiner jungen Zuversicht,
dich ein Funken Zweifel sticht,
was wäre denn die Hoffnung
ohne das kleinste Licht!

(© Beat Jan)

Das, worauf es im Leben ankommt, können wir nicht vorausberechnen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat.

(Antoine de Saint-Exupéry, 1900-1944)

Wieder der Frühling

Das Licht trägt dazu bei, wir sehen wieder.
Überlass es dem Frühling, tauch ein ins Neue.
Sisyphos wartet nur darauf, den Stein wieder
ins Rollen zu bringen.

Du weisst, es gibt keine einfachen Lieder
und Kräfte verstehen sich nicht von selber.
Was wäre das Leben ohne das Immer-wieder?
Siehst du, die Blumen auf der Wiese werden gelber!

(© Monika Minder)

Wir ordnens. Es zerfällt. Wir ordnens wieder und zerfallen selbst.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)

Lichtpunkte

Manchmal spielt die Zeit keine Rolle,
nämlich dann, wenn das Licht uns erreicht
und im inneren Raum dem Chaos einen Rahmen gibt.
Lichtpunkte tanzen, eine Sammlung von Atem
und Augenblicke der Harmonie tauchen auf;
Tiefe, in dem Ausatmen und Klang eins werden.

(© Monika Minder)

Margerite im Sommerlicht

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Freundschaft kann man
keinem Fortschritt unterwerfen.
Freundschaft ist werden,
immer wieder.
Wie die Natur.

(© M.B. Hermann)

Ein Freund ist die Hoffnung des Herzens.

(Ralph Waldo Emerson, 1803-1882)

Unsere Liebe

In einer Unendlichkeitsschleife ziehen
Erinnerungen durch Herz und Seele.
Leicht uns sanft sammeln wir Frühling.
Das ist unsere Liebe.

(© Monika Minder)

Dieses ist das erste Vorgefühl des Ewigen: Zeit haben zur Liebe.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)

Wir ziehen um

Wir ziehen um in eine andere Zahl.
Angesichts des Bösen in der Welt
hält sich der Jubel in Grenzen.
Doch, prosten wir uns Tulpen
über einen in den Himmel
geifernden Heuler zu.
Vielleicht erblicken wir dabei
ja noch einen Stern.

(© M. B. Hermann)

Leidenschaft ist das Zauberwort. Wir tun zu vieles nur mit halbem Herzen.

(© Monika Minder)

Es wirbelt Glück

Der Wind wirbelt Glück weit und breit
und macht dein Herz licht.
Du hast ein schönes buntes Kleid
und ich ein Lächeln im Gesicht.

(© Jo M. Wysser)

Carpe Diem - Nutze den Tag!

(Horaz, 65-8 v.Chr.)

weisse Tasse mit Carpe Diem Design

Es blüht

Wir wollen die grünen Knospen betrachten,
fröhlich wie die Kinder sein,
die klare Nacht durchwachen
und im Blühen der Bäume still sein.

(© Beat Jan)

Alles ist hellblau und laut, die Spatzen fiepen und sielen sich in blauen Lachen, die Knospen knospen mit einem kleinen Knall, grüne Blättchen stecken fürwitzig ihre Köpfchen...

(Kurt Tucholsky, 1890-1935)

Häuser leuchten

Häuser leuchten und Strassen,
von Lichtern übersättigt.
Aber auch in ihnen schlummert Zeit.

(© Beat Jan)

Erste Oktobertage

Die Trauben dunkelblau am leichten Zweig
und Wärme noch am Tag wie zur Sommerszeit.
Ein zarter Hauch von Gold und Grau,
ab und zu raschelt ein Blatt vom Baum.
Seelenvoll liegts da, was sich dir ergab.
Das Gute und das Schöne, und was war.

(© Monika Minder)

Ich will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bisschen Übel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkäuen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwärtige geniessen, und das Vergangene soll mir vergangen sein.

(Goethe, die Leiden des jungen Werther)

Ewig leben

Geist aufgeben, ewig leben,
Besser, ewig geben, Geist aufleben.
Guter Mensch sein, gibt zu tun,
tun heisst auch, sich auszuruhn.

(© M.B. Hermann)

Der Stern des Glücks zeigt sich dort, wo wir uns einsetzen für das, was zählt, für gemeinschaftliches Leben.

(© Jo M. Wysser)

Sommermohn

Sommermohn und stille Luft,
Ähren wogen, Beerenduft.
Was kann es Schöneres geben
als langsam reif zu werden.

(© Monika Minder)

In jedem Menschen schlummert ein Pontius Pilatus.

(Nataly von Eschstruth, 1860-1939)

Alles greift ineinander

Alles greift ineinander.
Das Leichte wird uns zugetragen
und das Schwere, weil das Licht
sich stören lassen muss bis der
Schnee wieder aus den Augen fällt.

(© Monika Minder)

Licht und Wärme

Für einen letzten Strauss sich bücken,
noch siegen Licht und Wärme.
Die Vögel ziehen in den Süden,
Mücken schwärmen.
Brauner wird die Erde,
satt geht man ins Haus.

(© Monika Minder)

Die Gedanken und Handlungen müssen Sonnenkinder sein, aus Licht und Wärme, aus Recht und Liebe.

(E. Gothenburg, 19./20.)

Schön wie niemals

Schön wie niemals
sah ich den glühenden Himmel
untergehen.
Kein Rauschen bewegte
die lichten Wälder,
nur Vögel kreisten
durch die gelb angeleuchteten
Abendwolken
und schlugen
mit ihren Flügeln
Sehnsucht
zu ende.

(© Monika Minder)

Die Jahre

Die Jahre, wie die
Landschaft im Zug,
gleiten vorüber.
So zieht der Tag
mit neuen Farben
in die Weite,
weil alles fliessen
muss.

(© Hanna Schnyders)

Herbstliche Abendstimmung mit Ast

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Bild-Text

In den Tagen blättern
und mit allem, was fällt,
einig werden.

(© Monika Minder)

Wer seinem Stern folgt, kehre nicht um.

(Leonardo da Vinci, 1452-1519)

Frühlingsblau

Frühlingsblau der Himmel,
zart schimmern
die Bäume durch die Ewigkeit,
und Katzen lauern auf dem Feld.

Noch ist alles kahl und braun-gelb,
doch scheint eingestellt
der Winter, und es singen
erste Glöcklein vom Frühling bringen.

(© Monika Minder)

> Frühlingsgedichte - Ostergedichte - Frühlingssprüche

Nur wenn der Mensch des Äusseren beraubt wird wie Winter, besteht Hoffnung, daß sich ein neuer Frühling in ihm entwickelt.

(Dschalal ad-Din Muhammad Rumi, 1207-1273)

Poesie des Winters

Im Winter schicken wir unsere Gedanken auf die Reise,
träumen von der weiten Welt,
von Wärme und Geborgenheit.

Sich in Geduld üben, kleine Augenblicke teilen,
innehalten, jedes auf seine Weise
nicht immer müssen, öfter weilen
darin liegt die Poesie der Winterreise.

(© Monika Minder)

Margerite im Sommerlicht

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Im Licht der Demut
sind wir gerundet.

(© Monika Minder)

Alles hat seine Zeit: Winter und Sommer, Herbst und Frühling, Jugend und Alter, Wirken und Ruhe.

(Johann Gottfried von Herder, 1744-1803)

Hoffnung

Küssend
sind Bienen
und Blumen.

Leise
das Warten
bis zur Ernte.

Dazwischen
Gewitter
und Regenbogen.

Manchmal
ein Funken ...

(© Monika Minder)


Sonnenuntergang mit Gräsern

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In der Dämmerung bricht der Tag aus der Seele.

(© Monika Minder)

In diesem Jahr ist alles anders

Die Natur will im April
schon den ganzen Frühling machen.
Sommerlich heiss und still
mag die Sonne durch die kahlen Zweige lachen.

Alles weckt sich vor der Zeit
und atmet Mutter Sonne ein.
Das Anfangswort ist längst bereit
nur die Seelen schlummern noch im Winterschein.

(© Monika Minder)

In törichter Hoffnung, in stolzem Wahnsinn blicken wir zu dem Himmel auf und erwarten, in der fernen, ungewissen Zukunft den Lohn unsrer Unterwerfung, während der Triumph und Spott des Lasters um uns her erschallt.

(Friedrich Maximilian von Klinger, 1752-1831)

Blumenzeit

Blumen pflücke nicht, Blumen lasse blühen.
Gestern ist vorbei und Morgen ist nicht heut.
Nutz' die Stunden und lass auch welche fliehen,
was ist schon Zeit, ein Gedicht lang, Zeit.

(© Beat Jan)

Da gilt es zu feiern, recht lange zu schlafen und ganz ohne Tadel dann gemütlich beisammen die Sommernacht reizvoll zu verplaudern.

(Horaz, 65-8 v.Chr.)

Die Menschen sollen sich einander bei den Händen fassen und nicht nur gut sein, sondern auch froh. Die Freude ist der Sommer, der die inneren Früchte färbt und schmilzt.

(Jean Paul, 1763-1825)

Montag oder Dienstag

Träge und gleichmütig rüttelt er leichthin Raum um sich, er kennt seinen Weg, der Reiher gleitet über die Kirche unterm Himmel dahin. Weiß und fern, in sich selbst versunken, verhüllt der Himmel sich, enthüllt sich wieder, ohne Ende regt er sich und bleibt sich gleich. Ein See? Lösch seine Ufer aus! Ein Berg? O, ganz und gar – vergoldet Sonne seine Hänge. Die geht unter. Farne also oder weiße Federn, immer, immerdar –

Nach Wahrheit dürstend, ihrer harrend, mühsam ein paar Worte destillierend, dürstend immerdar – (ein Schrei jetzt links, einer rechts, Räder brechen weg, Omnibusse verkeilen sich) – dürstend immerdar – (die Uhr beteuert mit zwölf deutlichen Schlägen, daß Mittag sei; Licht verliert goldene Schuppen; Kinder wuseln) – immerdar nach Wahrheit dürstend. Die Kuppel ist rot; Münzen hängen an Zweigen; Rauch rankt an den Schornsteinen; Bellen, Brüllen, Schreien "Eisen zu verkaufen" – und Wahrheit?

Sprühend bis zur Spitze, Füße von Männern, Füße von Frauen, schwarz oder golden inkrustiert – (Dieses Nebelwetter – Zucker? Nein, danke – Der Staatenbund der Zukunft) – die Flamme züngelt und hüllt den Raum in Rot, nur die dunklen Gestalten nicht und ihre hellen Augen, während draußen ein Wagen entladen wird, trinkt Fräulein Thingummy Tee an ihrem Schreibtisch, das Glas der Scheiben hütet die Pelzmäntel –

In ganzer Pracht, Blatt – Licht, in Ecken treibend, um Räder wirbelnd, in silbernen Spritzern, daheim oder nicht, gesammelt, zerstreut, verprasst in einzeln schillernden Schuppen, auf- und weggefegt, zerrissen, gesunken, geflickt – und Wahrheit?

Um jetzt wieder alles zu sammeln am Feuer auf dem weißen Marmorboden. Aus elfenbeinernen Tiefen entspringend werfen Worte ihre Dunkelheit ab, blühen und dringen durch. Das Buch glitt herab, in die Flamme, den Rauch, in die flüchtigen Funken – oder geht jetzt auf Reisen, der Marmorboden schwebt, Minarette dort unten und die Meere Indiens, während Erde blau rauscht und Sterne flimmern – Wahrheit? Zufrieden damit, ihr nahegekommen zu sein?

Träge und gleichmütig kehrt der Reiher wieder; der Himmel verhüllt seine Sterne; dann enthüllt er sie wieder.

(Virginia Woolf, 1882-1941, britische Schriftstellerin)

Prosa, Monday or Tuesday, in der Übersetzung von Detlev Klee. Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Detlev Klee - www.luxautumnalis.com

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Vielleicht

Vielleicht
Dass uns etwas erreicht
Ohne grosse Worte
Nicht irgendwann.

(© Monika Minder > Vielleicht)

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