Vielleicht
Dass uns etwas erreicht
Ohne grosse Worte
Nicht irgendwann.

(© Monika Minder)

Gedichte Zitate Sprüche

Lyrische Worte, Schöne Sprüche und weise Zitate, von modern bis klassisch, sowie gratis Bildersprüche und Text-Beispiele für Karten.

Häuser leuchten

Häuser leuchten und Strassen,
von Lichtern übersättigt.
Aber auch in ihnen schlummert Zeit.

(© Beat Jan)

In jedem Menschen schlummert ein Pontius Pilatus.

(Nataly von Eschstruth, 1860-1939)

Erste Oktobertage

Die Trauben dunkelblau am leichten Zweig
und Wärme noch am Tag wie zur Sommerszeit.
Ein zarter Hauch von Gold und Grau,
ab und zu raschelt ein Blatt vom Baum.
Seelenvoll liegts da, was sich dir ergab.
Das Gute und das Schöne, und was war.

(© Monika Minder)

Ich will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bisschen Übel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkäuen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwärtige geniessen, und das Vergangene soll mir vergangen sein.

(Goethe, die Leiden des jungen Werther)

Ewig leben

Geist aufgeben, ewig leben,
Besser, ewig geben, Geist aufleben.
Guter Mensch sein, gibt zu tun,
tun heisst auch, sich auszuruhn.

(© M.B. Hermann)

Da gilt es zu feiern, recht lange zu schlafen und ganz ohne Tadel dann gemütlich beisammen die Sommernacht reizvoll zu verplaudern.

(Horaz, 65-8 v.Chr.)

Sommermohn

Sommermohn und stille Luft,
Ähren wogen, Beerenduft.
Was kann es Schöneres geben
als langsam reif zu werden.

(© Monika Minder)

Margerite im Sommerlicht

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Bild-Text

Freundschaft kann man
keinem Fortschritt unterwerfen.
Freundschaft ist werden,
immer wieder.
Wie die Natur.

(© M.B. Hermann)

Es blüht

Wir wollen die grünen Knospen betrachten,
fröhlich wie die Kinder sein,
die klare Nacht durchwachen
und im Blühen der Bäume still sein.

(© Beat Jan)

Alles ist hellblau und laut, die Spatzen fiepen und sielen sich in blauen Lachen, die Knospen knospen mit einem kleinen Knall, grüne Blättchen stecken fürwitzig ihre Köpfchen...

(Kurt Tucholsky, 1890-1935)

Alles greift ineinander

Alles greift ineinander.
Das Leichte wird uns zugetragen
und das Schwere, weil das Licht
sich stören lassen muss bis der
Schnee wieder aus den Augen fällt.

(© Monika Minder)

Margerite im Sommerlicht

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Bild-Text

Im Licht der Demut
sind wir gerundet.

(© Monika Minder)

Die Jahre

Die Jahre, wie die
Landschaft im Zug,
gleiten vorüber.
So zieht der Tag
mit neuen Farben
in die Weite,
weil alles fliessen
muss.

(© Hanna Schnyders)

Herbstliche Abendstimmung mit Ast

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Bild-Text

In den Tagen blättern
und mit allem, was fällt,
einig werden.

(© Monika Minder)

Die Menschen sollen sich einander bei den Händen fassen und nicht nur gut sein, sondern auch froh. Die Freude ist der Sommer, der die inneren Früchte färbt und schmilzt.

(Jean Paul, 1763-1825)

Wir ziehen um

Wir ziehen um in eine andere Zahl.
Angesichts des Bösen in der Welt
hält sich der Jubel in Grenzen.
Doch, prosten wir uns Tulpen
über einen in den Himmel
geifernden Heuler zu.
Vielleicht erblicken wir dabei
ja noch einen Stern.

(© M. B. Hermann)

Wer seinem Stern folgt, kehre nicht um.

(Leonardo da Vinci, 1452-1519)

Licht und Wärme

Für einen letzten Strauss sich bücken,
noch siegen Licht und Wärme.
Die Vögel ziehen in den Süden,
Mücken schwärmen.
Brauner wird die Erde,
satt geht man ins Haus.

(© Monika Minder)

> mehr Herbstgedichte

Die Gedanken und Handlungen müssen Sonnenkinder sein, aus Licht und Wärme, aus Recht und Liebe.

(E. Gothenburg, 19./20.)

Schön wie niemals

Schön wie niemals
sah ich den glühenden Himmel
untergehen.
Kein Rauschen bewegte
die lichten Wälder,
nur Vögel kreisten
durch die gelb angeleuchteten
Abendwolken
und schlugen
mit ihren Flügeln
Sehnsucht
zu ende.

(© Monika Minder)

Frühlingsblau

Frühlingsblau der Himmel,
zart schimmern
die Bäume durch die Ewigkeit,
und Katzen lauern auf dem Feld.

Noch ist alles kahl und braun-gelb,
doch scheint eingestellt
der Winter, und es singen
erste Glöcklein vom Frühling bringen.

(© Monika Minder)

> Frühlingsgedichte - Ostergedichte - Frühlingssprüche

Nur wenn der Mensch des Äusseren beraubt wird wie Winter, besteht Hoffnung, daß sich ein neuer Frühling in ihm entwickelt.

(Dschalal ad-Din Muhammad Rumi, 1207-1273)

Poesie des Winters

Im Winter schicken wir unsere Gedanken auf die Reise,
träumen von der weiten Welt,
von Wärme und Geborgenheit.

Sich in Geduld üben, kleine Augenblicke teilen,
innehalten, jedes auf seine Weise
nicht immer müssen, öfter weilen
darin liegt die Poesie der Winterreise.

(© Monika Minder)

> mehr Wintergedichte

Alles hat seine Zeit: Winter und Sommer, Herbst und Frühling, Jugend und Alter, Wirken und Ruhe.

(Johann Gottfried von Herder, 1744-1803)

Hoffnung

Küssend
sind Bienen
und Blumen.

Leise
das Warten
bis zur Ernte.

Dazwischen
Gewitter
und Regenbogen.

Manchmal
ein Funken ...

(© Monika Minder)


Sonnenuntergang mit Gräsern

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Bild-Text

In der Dämmerung bricht der Tag aus der Seele.

(© Monika Minder)

In diesem Jahr ist alles anders

Die Natur will im April
schon den ganzen Frühling machen.
Sommerlich heiss und still
mag die Sonne durch die kahlen Zweige lachen.

Alles weckt sich vor der Zeit
und atmet Mutter Sonne ein.
Das Anfangswort ist längst bereit
nur die Seelen schlummern noch im Winterschein.

(© Monika Minder)

In törichter Hoffnung, in stolzem Wahnsinn blicken wir zu dem Himmel auf und erwarten, in der fernen, ungewissen Zukunft den Lohn unsrer Unterwerfung, während der Triumph und Spott des Lasters um uns her erschallt.

(Friedrich Maximilian von Klinger, 1752-1831)

Blumenzeit

Blumen pflücke nicht, Blumen lasse blühen.
Gestern ist vorbei und Morgen ist nicht heut.
Nutz' die Stunden und lass auch welche fliehen,
was ist schon Zeit, ein Gedicht lang, Zeit.

(© Beat Jan)


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