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Im Prater

Schönes Frühlingsgedicht von Theodor Körner und weitere Gedichte zur
Frühlingszeit, sowie gute Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.


Im Prater

Es keimen die Blüten, es knospen die Bäume,
Der Frühling bringt seine goldenen Träume,
Ein lauer Wind weht freundlich mich an,
Die Felder sind bräutlich angetan.

Dort unten flüstern die Wellen vorüber,
Zu duftigen Bergen schau' ich hinüber,
Die Vögelein singen und fliegen vorbei
Und lispeln von Sehnsucht, von Liebe und Mai.

Und jetzt erklärt sich das heimliche Beben,
Jetzt ahn' ich erst, Frühling, dein Wirken und Weben,
Jetzt weiss ich erst, was die Nachtigall singt,
Was die Rose duftet, die Welle klingt.

Denn auch in mir ist's Frühling geworden,
Es schwelgt die Seele in Blütenakkorden;
Der Sehnsucht Stimme, der Liebe Drang
Klingt Wellengeflüster und Lerchengesang.

Und freundlich, wie die heiligen Strahlen
Der Sonne den lieblichen Tempel malen,
So steht meine Liebe mir immer fern
Und glüht in der Seele ein günstiger Stern.

Und jeder geschlossene Kelch meines Lebens,
Und jede Knospe des freudigen Strebens
Wird von dem Sterne der Blüte geküsst,
Ein Hauch, der das Tote erwecken müsst'.

Und alle Blumen, die in mir keimen,
Und alle Strahlen aus meinen Träumen
Bänd' ich gern in einen Strauss,
Der spreche mein Leben, mein sehnen aus!

Mein Lieben, mein glühens unendliches Lieben,
Wo ist all das andere Treiben geblieben?
Versunken in Sehnsucht nach deinem Licht
In den einen Wunsch, der für alle spricht.

Und du lächelst mild dem Freunde entgegen
Und pflegest die Blumen auf seinen Wegen
O, was hat der Himmel für Seligkeit
In das kalte, nüchterne Leben gestreut!

Drum mag der Herbst in den Blättern säuseln,
Der Winter die silbernen Flocken kräuseln,
Die Lerche schweigen, die Schwalbe ziehn;
In meinem Frühling bleibt's ewig grün!

(Theodor Körner 1791-1813, deutscher Dichter)





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Bei einem Springbrunnen


Sieh, dort strebt mit Jünglingsmute,
Wie Kristalle rein und hell,
Von der eignen Kraft gehoben,
Himmelwärts der Silberquell.

Immer höher, immer höher
Sprudelt er in Sonnenglut,
Wenn er oben kaum verstoben,
Wächst er auf mit neuer Flut.

Und das reine Licht des Tages
Bricht sich im kristallnen Strahl,
Und den schönsten duft'gen Schleier
Webt der Farben heil'ge Zahl.

Ach, so steigt auch all mein Streben
Durch die Wolken himmelwärts,
So durchflammen tausend Wünsche
Glühend mein begeistert Herz.

Aber wie der Kreis der Farben
Sich im reinen Licht vermählt,
Sind auch alle meine Wünsche
Nur von einer Glut beseelt.

Und es ist der Liebe Sehnsucht,
Die den Busen mächtig schwellt,
Mit der Ahnung leisem Schauer
Wie ein Traum aus jener Welt.

(Theodor Körner 1791-1813, deutscher Dichter)




Die Augen der Geliebten

Augen, zarte Seelenblüten,
Klare Perlen ew'ger Liebe,
Augen, ihr verehrte Augen,
Meiner Herrin lichte Sterne,
Lasst euch von des Sängers Liedern
Sanfte Frühlingstöne wehn!

Alles, was das Leben heiligt,
Trägt die Ahnung seiner Seele,
Trägt den stillen Schmuck der Augen;
Nicht der Mensch allein, der stolze,
Auch der Frühling, auch die Erde
Auch des Tages Wechselgruss.

In der Erde dunklen Tiefen
Stehn die klaren Diamanten
Wie ein ewig blühend Auge;
Rosen-Augen hat der Frühling
Und der Tag hat seine Sonne,
Ihre Sterne hat die Nacht:

Aber ihr, verehrte Augen,
Meiner Herrin lichte Sterne,
Klare Perlen ew'ger Liebe,
Augen, zarte Seelenblüten,
Solche liebe, gute Augen,
Solche Augen sind es nicht.

Nicht so klar sind Diamanten,
Die in dunkler Tiefe leuchten
Nicht so lieblich Frühlingsrosen
An des Lebens zartem Busen,
Nicht so mild die ew'gen Sterne,
Nicht so hell der junge Tag.

Was im Leben schön und edel,
Les' ich klar in eurem Schimmer;
Was das Jenseits dort verschleiert,
Leuchtet mir in eurer Freude,
Leuchtet mir in euren Tränen
Wie aus Himmelsferne zu.

Und so hört des Sängers Grüsse!
Wollt ihr freundlich nicht dem Jüngling
Wie die ew'gen Dioskuren
Leuchten durch des Lebens Wogen?
Augen, zarte Seelenblüten
Wollt ihr meine Sterne sein?

(Theodor Körner 1791-1813, deutscher Dichter)



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