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Der Mai

Schönes Frühlingsgedicht von Johann Martin Miller und weitere Gedichte
zur Frühlingszeit, sowie gute Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.


Der Mai

Vögel schlagen
Im Gesträuch;
Fische jagen
Sich im Teich.

Schafe blöken
Durch den Klee;
Mutig lecken
Hirsch und Reh.

Flöten klingen
Durch den Hain;
Hirten schlingen
Sich im Reihn.

Was da lebet,
Liebt und lacht,
Und erhebet
Amors Macht.

Aber trübe
Fliesst der Mai,
Sonder Liebe,
Mir vorbei.

Bang und öde
Traurt die Flur;
Denn die Spröde
Denk' ich nur.

Schüchtern fliehet
Sie zurück!
Nimmer glühet
Lieb' ihr Blick!

Und ich weine
Meine Qual,
Wie die kleine
Nachtigall.

Tief in Schatten,
Spät und früh,
Um den Gatten,
Jammert sie.

Ach! gefangen,
Folget er
Nicht dem Bangen
Rufe mehr!

(Johann Martin Miller 1750-1814, deutscher Schriftsteller, Theologe)


Johann Martin Miller wurde in am 3. Dez. 1750 in Jungingen geboren.
Miller studierte Philosophie und Theologie. Er verfasste viele Lieder,
die vertont wurden, u.a. von Mozart. Seine Klostergeschichte
"Siegwart" war nach dem Werther eine der grössten Sensationen.


Johann Martin Miller - Leben und Werke - Wikipedia




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Wunsch


Könnt' ich, o blühende Natur!
All deinen Reiz besingen,
Und jedem Hain und jeder Flur
Ein dankbar Liedchen bringen!

Säng' ich die Morgensonne, die
Dem Auge sich verstecket,
Wenn schon der junge Schäfer sie
Mit seiner Flöte wecket.

Die Freude, die mit einemmal
Aus seinen Augen schimmert,
Sobald der erste Sonnenstrahl
Am Eichenwipfel flimmert.

Die Blumen, die mit Gelb und Blau
Die Flur umher bemalen,
Und durch den jungen Morgentau
In höhern Farben strahlen.

Das Wäldchen, das, der Unschuld gleich,
In weissen Flor sich hüllet,
Und den beschilften Silberteich
Mit Blüten überfüllet.

Der Pappel grüne Nacht, aus der
Ein Turteltäubchen girret.
Den Apfelbaum, um den ein Heer
Von Maienkäfern schwirret.

Den Abend, der mit einemmal
Den halben Himmel rötet.
Den Hirten, der im letzten Strahl
Dem Tag zu Grabe flötet.

Den Stern der Liebeskönigin,
Der aus dem Westen blinket
Und ins Gebüsch die Schäferin
Zum trauten Schäfer winket.

Dianen, die das süsse Glück
Der Liebenden betrachtet
Und mit hinweggewandtem Blick
Nach gleichen Freuden schmachtet.

Und tausend Scenen – könnt' ich sie,
Wie ich sie fühle, singen,
Und allen Reiz der Harmonie
Ins leichte Liedchen bringen:

Dann würde doch ein Jüngling mich
Dafür an Busen drücken,
Und manches Mädchen dankbarlich
Mir ihren Beifall nicken.

Doch nicht die blühende Natur,
Mit allem Reiz umgeben;
Ach Götter! Daphnen kann ich nur
Und ihren Reiz erheben.

Sie aber lächelt höhnisch, flieht,
Und will der Liebe Lehren,
Und will das minnigliche Lied
Von ihrem Reiz nicht hören.

O Götter! lehrt sie doch, wie ich,
Von Lieb' und Sehnsucht schmachten;
Wo nicht, so lehrt die Spröde mich,
Und ihren Stolz verachten!

(Johann Martin Miller 1750-1814, deutscher Schriftsteller, Theologe)




Der Frühling

O seht, die liebe Sonne lacht;
Die Wiese kleidet sich in Pracht;
Zerronnen ist der Winterschnee;
Und Blumen dringen aus dem Klee!

Auf blaue Veilchen sammlen sich
Die kleinen Bienen emsiglich;
Der bunte Buttervogel freut
Sich über sein bemaltes Kleid.

Die Lerche schwingt sich hoch empor;
Im Hain erschallt der Vögel Chor;
Vor allen aber tönt der Schall
Der lieben, kleinen Nachtigall.

Von dir, o Liebe! schallt ihr Lied,
Und das geliebte Weibchen flieht
Zum Männchen hin, und inniglich
Schmiegt sie an seine Seite sich.

O hätt' ich, liebe Nachtigall,
Wie du so reinen, süssen Schall!
Dann käm' mein Röschen auch zu mir,
Und freuen könnt' ich mich mit dir!

(Johann Martin Miller 1750-1814, deutscher Schriftsteller, Theologe)



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